Montag, 18. Mai 2009

Liebe Studierende
Ja, ja auch zu meiner Primarschulzeit gab es noch die Aktion 'Pausenapfel'...
Spannend zu lesen waren die verschiedenen Reaktionen der Passanten und Passantinnen. Aus ihrem Bericht schliesse ich, dass ihre Aktion gelungen war. Dies ist ohne Frage eine Idee, die sich mit sorgfältiger Planung auch ganz gut mit Kindern einer Schulklasse durchführen liesse. 
Damit melde ich mich ab.
Bitte löschen Sie Ihren Blog erst Ende Mai 09.
Herzliche Grüsse, Barbara Stehle (mikesch)

Montag, 11. Mai 2009

an apple a day keeps the doctor away


Vorbereitungsphase
Bevor wir unser Projekt begonnen haben überlegten wir uns, welche saisonalen Früchte wir anbieten und was wir mit unserer Aktion bezwecken wollen. In der Migros ist uns aufgefallen, dass fast alle Produkte aus anderen Ländern stammen. So haben wir uns für den Apfel, die einzige Frucht aus der Schweiz, entschieden. Für unseren Werbestand stellten wir zwei Plakate her, die unsere Projektabsicht schriftlich widerspiegeln sollten. Mit den Sprüchen „Essen sie heute eine gesunde Frucht“ und „An apple a day keeps the doctor away“ und unseren Äpfeln wollten wir den Leuten etwas Gutes tun und sie auf eine gesunde, sowie saisonale Ernährung aufmerksam machen.



Projektphase
Trotz Regen gingen wir das Projekt mit einem Lachen an. Es hat uns überrascht, dass die Leute sich über die Aktion sichtlich gefreut haben. Manche verwechselten unser Projekt mit einer Spenden- oder Werbeaktion und dachten, wie erwarteten eine Gegenleistung in Form von Geld. Dies zeigte uns, dass die Gesellschaft sich nicht gewohnt ist, etwas unentgeltlich zu erhalten.
Besonders gefallen hat unsere Aktion den älteren Passanten, sowie dem Bahnpersonal, welche sehr positiv auf unseren gesunden Snack reagierten. Es gab Leute, die unseren Apfel mit einem Lachen entgegennahmen, andere wiederum hatten keinen Appetit. In beiden Fällen, blieben die Leute grundsätzlich anständig und gaben uns das Gefühl willkommen zu sein. Trotzdem gab es einzelne Personen, welche etwas reserviert reagierten. Nichts desto trotz liessen wir uns dadurch nicht die Laune verderben und setzten unser Projekt optimistisch fort.
Eine ältere Person hat uns besonders erfreut, da sie mit voller Freude von ihrer eigenen Schulzeit berichtete. Damals erhielten die Kinder in der Pause als Znüni ab und zu einen gesunden Apfel.
Die Zeit verging sehr langsam, da der Bahnhof hauptsächlich leer war und das Wetter nicht mitspielte. Durch die langwierige Zeit, stieg unsere Empathie für Leute, die ähnliche Arbeiten verrichten müssen. Letzten Endes haben wir für die Leute etwas Gutes getan, aber auch unsere Achtsamkeit für andere Menschen „geübt“.


Bring- und Hol-Aktion


Leitfragen zur Diskussion in den Bloggruppen

• Die Auswahl fiel uns allen sehr schwer. Einerseits waren wir uns bewusst, dass wir diese Gegenstände wirklich nicht mehr brauchen, aber auf der anderen Seite hingen wir trotzdem daran. An jedem einzelnen Stück hängen Erinnerungen dran.
• Die Gegenstände wählten wir nur dann aus, wenn wir uns wirklich sicher waren, dass wir die Objekte nicht mehr brauchen können und der Verlust gering ist. Andererseits durfte es kein blöder Plunder sein, sonder sollte auch noch anderen Freude bereiten.
• Die Gegenstände die wir ausgesucht haben, konnten wir auch wirklich leichten Herzens weggeben.
• Zum einen wollten wir natürlich die tollen Dinge der anderen sofort mitnehmen, aber trotzdem hatten wir Hemmungen. Es waren immerhin mal Gegenstände die jemand gekauft hat, weil er Freude daran hatte. Auch machten wir uns Gedanken, was die Person wohl mit dem Objekt alles erlebt hat.
• Wir waren alle der Meinung, dass unsere Sachen halt nicht für jedermann interessant sind. Deshalb hat es uns auch nicht weiter gestört, als nicht alle Dinge wegkamen.
• Nein, wir haben alle weniger mitgenommen als wir gebracht haben. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir ein anderes Objekt wirklich nur genommen haben, wenn wir uns ganz sicher waren. Es musste uns gefallen und auch von Nutzen sein. Niemand wollte erneut 5 Gegenstände zuhause herumliegen haben, die nicht gebraucht werden können.¨
• Eine Möglichkeit wäre natürlich, dass die ganze Schule eine solche Aktion startet und alle Klassen mitmachen würden. Ab und an würde wahrscheinlich eine Tauschaktion in der eigenen Klasse genügen.

Samstag, 18. April 2009

Feedback

Liebe Studierende, so verschieden Ihre Orte in der Natur waren, die Sie aufgesucht haben, so unterschiedlich die Erfahrungen, gibt es doch Gemeinsamkeiten: die wohltuende Wirkung, die die Natur auf Sie hatte, die Ruhe die sich eingestellt hat trotz der Anforderungen durch die Bachelor-Arbeit, das Bewusstwerden einer Verbundenheit. Der Auftrag hat Ihnen sozusagen eine Erholungspause 'verordnet'. Ich denke auch, dass die Verbundenheit mit der Natur die Grundlage allen nachhaltigen Handelns und Verhaltens ist. Dass diese nicht nur eine Sache von Gefühlen, sondern auch des Denkens und des Erkennens von Zusammenhängen ist, finde ich sehr wichtig. Sehr gut kommt dies für mich im Blog 'Frühling im Rheintal' zum Ausdruck oder in der Erkenntnis, wir seien Gast in der Natur und müssen uns an Regeln halten. Heute ist es insbesondere in städtischen Umgebungen und Agglomerationen nicht selbstverständlich, dass die Kinder einen Bezug zur Natur sozusagen von zu Hause aus mitbringen. Darum meine ich, es sei ganz entscheidend für eine gute Zukunft, ihnen durch vielfältige Erlebnisse und Erfahrungen zu helfen, eine Beziehung zur Natur zu finden, so dass sie ohne sie nicht leben könnten. Der Auftrag der Achtsamkeit war besonders brisant in einer stressigen Zeit. Dass diese dann schwierig ist oder verloren geht, verstehe ich. Und doch ist es so etwas wie eine Lebenskunst, die zu üben sich lohnt, insbesondere, da diese auch die Achtsamkeit gegenüber sich selber einschliesst. Und dies wäre eine sehr gute Burnout- Prävention.  
Beste Grüsse, Barbara Stehle alias mikesch
P.S. Ich habe Ihre Weblogprotokolle überprüft. Sie sind alle in Ordnung.

Donnerstag, 19. März 2009

Spaziergang am See

Heute Mittag war der richtige Zeitpunkt gekommen, um mich in der Natur zu entspannen und gleichzeitig diese wieder einmal bewusst wahrzunehmen. Ich entschied mich, dem See entlang zu spazieren und mich an einem schönen ruhigen Platz niederzulassen. Den See wählte ich, da ich hoffte, dass mich das Wasser in der stressigen Zeit beruhigen würde.
Während ich am Ufer entlang schlenderte wunderte ich mich, wie ruhig die Wasseroberfläche dalag. Nur einige Enten durchbrachen mit ihren Bewegungen die glatte Oberfläche. Einige Fragen gingen mir durch den Kopf. Was sich wohl alles unter dieser Oberfläche im Verborgenen befindet? Weshalb fühle ich mich durch die Eindrücke der Natur beruhigter? Ist es das Gefühl der „heilen Welt“ oder bloss weil man sieht, dass die Welt auch ohne sich selbst weiterdreht? Kann es sein, dass ich mich in solchen Momenten wohler und ruhiger fühle, da ich mich stärker wahrnehme und alles andere ausser Acht lasse? Wahrscheinlich spielen alle Dinge zusammen.
Das deutsche Ufer war durch den Dunst nicht zu sehen. Man konnte sich sogar vorstellen, an der Küste eines Meeres zu stehen. Bloss der Wind war dafür irgendwie zu schwach und die verschneiten Hügel im Hintergrund eher unpassend. Als ich mich am Rand hinsetzte fiel mir auch zum ersten Mal auf, wie komisch es aussieht, wenn Enten versuchen zu tauchen. Es sah so aus, als drücke man eine Boje unter Wasser, welche beim Loslassen wieder hochschiesst.

Nehme ich mir die Zeit, mich mit der Natur auseinanderzusetzen, fühle ich mich auch mit ihr verbunden. Im Alltag verschwindet dieses Gefühl der Verbundenheit leider wieder. Ich glaube, dass es nicht immer ausreicht, sich nur in der Natur aufzuhalten, um sich der Nachhaltigkeit bewusst zu werden oder diese sogar durch das eigene Handeln zu beeinflussen. In einem Praktikum erlebte ich zum Beispiel, wie ein Junge im Wald einen Pilz weg schlagen wollte. Bestimmt helfen solche Aufenthalte den Kindern, mit der Zeit die Natur positiv wahrzunehmen und wertzuschätzen, doch sollte man sie auch auf die Auswirkungen ihres Handelns aufmerksam machen. Manche Kinder lernen das nicht von alleine und an diesem Punkt kommt die Schule ins Spiel.

Die Natur im Rheintal

Diese Woche war etwas entspannter als die vorhergehenden Wochen. Ich hatte endlich Zeit, etwas zur Ruhe zu kommen. Die Bachelorarbeit ist, zumind. im Groben, fertig und ich konnte mir einen Nachmittag in der Natur mit guten Gewissen gönnen! Mit meinem Pferd bin ich nach Montlingen ins Naturschutzgebiet geritten und habe mich auf eine Bank gesetzt. Schon auf dem Ritt dorthin ist mir aufgefallen, dass die Vögel wieder singen und überraschend viele Mücken in der Luft herumschwirren. In den Windschutzstreifen hat es schon leicht gelbe Haselnussträucher. Als ich dann so da sass und über die Schilflandschaft schaute, bemerkte ich den Frühling, der überall erwacht ist. Auf der Seite der Holzbank sah ich die ersten Schneeglöckchen und Krokusse und bei der Trauerweide weiter vorne konnte ich bereits die ersten Knospen sehen. Das ganze Bild war so friedlich und ruhig. Selbst mein Pferd wurde sofort ruhig und fing an zu fressen. Ich vergass sogar für eine Weile die Zeit und meine Arbeiten.

Bevor ich wieder gehen wollte, erinnerte ich mich an den eigentlichen Auftrag und liess meinen Blick etwas genauer durch die Gegend schweifen. Und promt sah ich im Windschutzstreifen einen blauen Plastiksack liegen. Auf dem Heimweg fiel mir noch mehr Abfall auf. Doch das war nicht alles. Das Naturschutzgebiet ist im Vergleich zum ganzen Riet sehr klein und nicht einmal mit den ökologischen Ausgleichsflächen der Bauern verbunden. Dies bedeutet für die Tiere immer ein Überqueren der Strassen und Felder. Es wäre so einfach, aus diesem bisschen Naturschutz, ein grösseres Gebiet zu erschliessen, aber niemand denkt soweit.

Als ich zu Hause ankam fühlte ich mich trotzdem entspannt, aber auch ein bisschen verärgert über die Gedankenlosigkeit der Menschen.

Dienstag, 17. März 2009

Eine Stunde in der Natur

Gerade in einer Zeit, wo viele Arbeiten anliegen, nehme ich auch die Natur intensiver wahr. Ich schätze die Ruhe und die Frische im Wald, aber auch die schönen ‚Bilder’. Somit war heute der richtige Zeitpunkt eine Stunde in der Natur zu verbringen.
Ich hörte Vogelgezwitscher, und wenn ich meine Ohren spitzte von weitem ein paar Autos. Die Gerüche im Wald erinnern mich an Spaziergänge mit meiner Mutter, als ich noch klein war. An einen kleinen Bach setzte ich mich hin. Die ersten paar Minuten waren angenehm. Das Bächlein plätscherte vor sich hin. Es klang für mich wie ein bisschen Musik in den Ohren. Nach einer Viertel Stunde fiel es mir jedoch bereits etwas schwieriger ruhig zu sitzen. Dies liegt sehr wahrscheinlich daran, dass ich mich gar nicht mehr gewohnt bin, nichts zu tun.
Letztendlich tat der Besuch in der Natur sichtlich gut. Ich kombinierte meinen Ausflug mit ein bisschen Jogging durch den Wald. Es gelang mir für eine Stunde abzuschalten und den Alltagsstress etwas zu vergessen. Die Zeit verging und kein negativer Gedanke hatte die Chance sich überhaupt bemerkbar zu machen.
Für mich ist die Natur im Gegensatz zum Menschen weniger kompliziert. Sie ist einfach da und kann sich nicht wie wir Menschen verbal bemerkbar machen. Der Baum bräuchte uns Menschen nicht unbedingt, aber wir Menschen brauchen den Baum. Dieser Gedanke hilft mir besonders gegenüber der Natur Respekt zu zeigen und die Bereitschaft zum umweltfreundlichen Handeln zu zeigen. Ich sehe mich zwar als Teil der Natur, aber gleichzeitig auch als Gast, der sich an gewisse Regeln halten muss. Auch beim heutigen Waldbesuch war dies wieder der Fall.

Freitag, 13. März 2009

Aufmerksam sein während der strengsten Zeit des Jahres?

Am Montag als ich den neuen Auftrag gelesen habe, dachte ich nicht im entferntesten, dass es irgendwie problematisch werden könnte diesen zu erfüllen.
Wie gewünscht schrieb ich mir einen Post-it und klebte in direkt auf die Bildschirmfläche des Laptop und nahm mir vor diese Woche meine Umgebung besser zu beobachten.

Gestern wollte ich dann meine Ergebnisse zusammentragen, und musst mir eingestehen, dass diese Woche so unglaublich schnell vorbei geflogen ist wie sonst selten. Während der Schule musste ich aktiv sein und zu Hause arbeitete ich jede freie Minute an der Bachelorarbeit und anderen Aufträgen der Schule. Meine Gedanken waren die ganze Woche so ausgelastet, dass ich weder merkte wie die Zeit vorbei ging, noch was eigentlich alles um mich herum passierte. Die ganze Aufmerksamkeit richtete sich während dieser Woche auf die zu erledigenden Arbeiten. Einzig und alleine schaffte ich es jeden Tag, den Laptop ganz abzustellen, aber auch nur weil der Post-it mich jedes Mal daran erinnerte. Ausserdem kommt es mir jetzt im Nachhinein so vor, als wäre meine ganze Umgebung auch nur mit sich selbst beschäftigt. Es ist einfach so ziemlich der unmöglichste Zeitpunkt, sich auf andere Dinge als auf seine aktuellen Arbeiten zu kümmern.

Donnerstag, 12. März 2009

Wie achtsam nehme ich meine Umwelt war?

Als ich den Impuls der Woche las, erinnerte ich mich an ein Erlebnis, welches ich nie vergessen werde und mir heute noch ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Zwei Verliebte reisten im Zug Richtung Hamburg, als das Mädchen plötzlich während der Fahrt einen Marienkäfer entdeckte. Da man die Fenster nicht öffnen konnte, hielten die zwei den Käfer abwechslungsweise so lange auf der Hand, bis sie ausstiegen und ihn auf der nächsten Wiese in die Freiheit entlassen konnten. Auch durch die Liebe nimmt man das Leben achtsamer war.

Meinen Post-it Zettel „Achtsam wahrnehmen, achtsam leben!“ klebte ich an den Spiegel meines Badezimmerkästchens. So konnte ich den Leitspruch jeden Morgen beim ersten Blick in den Spiegel lesen und mich an das Vornehmen erinnern. Auch vom WC aus hatte ich gute Sicht auf den Zettel.

In dieser Zeit achtete ich viel stärker auf die Natur und darauf, wie sich meine Handlungen auf sie auswirken würden. Ich entstaubte beispielsweise mein Fahrrad und benutzte es seit längerem wieder einmal. Zusätzlich versuchte ich auch, auf meine Bedürfnisse zu achten und diese wahrzunehmen, was ich jedoch nicht immer erreichte. Der Grund dafür liegt beim zunehmenden Druck in Richtung Abgabetermin der Bachelorarbeit. Dies ist auch der Grund weshalb es mir in einigen Situationen schwer viel, achtsam mit meinen Mitmenschen umzugehen. Durch meine Stressgefühle reagierte ich manchmal anders, als ich hätte tun sollen oder tun wollen. Trotzdem nehme ich meine Mitmenschen doch achtsam wahr.

Während dieser Woche habe ich bemerkt, dass es nicht immer so einfach ist, achtsam zu leben und man sich manchmal an der Nase nehmen muss. Grundsätzlich denke ich, dass die Notiz für diese Woche Wirkung zeigte. Durch das wiederholte Lesen, wird man sich der Achtsamkeit immer mehr bewusst und achtet deshalb auch stärker darauf – eine kleine Manipulation des Gehirns! Um dieses Bewusstsein längerfristig zu erhalten, glaube ich jedoch, dass das Aufhängen eines kleinen Zettels nicht ausreicht, da man Vorhaben viel zu schnell vergisst.

Mittwoch, 11. März 2009

Achtsam wahrnehmen, achtsam werden

Im Alltagsstress schränkt man seinen Blick oftmals ein. Bei mir liegt es meistens daran, weil ich an viele Dinge gleichzeitig denken muss und deshalb die Zeit fehlt, mich auf andere (wichtige) Dinge zu konzentrieren. Diese Woche habe ich versucht bewusster ‚im Moment zu leben’ – achtsam zu leben. So habe ich zum Beispiel beim Warten an der Kasse der Verkäuferin zugeschaut. Ihre Handlungen waren automatisiert und schnell- ich hätte mich bestimmt nicht so geschickt angestellt. Oder auf dem Weg von der PHR zu Posthaltestelle habe ich versucht die Umgebung mit einem Sinnesorgan bewusster wahrzunehmen. Ich habe zum Beispiel Autos gehört oder den Wind. Dann habe ich aber auch versucht das Gefühl in mir selbst wahrzunehmen – Was für ein Gefühl verbinde ich mit Autos, was mit dem Wind? Diese Woche bin ich auch mit Ressourcen, Energiequellen achtsamer umzgegangen wie zum Beispiel: Das Licht ausschalten, wenn ich einen Raum verlasse oder auch Altpapier zu gebrauchen für eine Notiz.
Ich habe im Verlaufe der Woche gemerkt, dass ‚achtsam leben’ von mir ein Stück weit auch das ‚Ausschalten’ von anderen Gedanken verlangt. Möchte ich zum Beispiel die Umwelt nur mit dem Gehör wahrnehmen, hemmt der Gedanke: Was muss ich heute noch alles erledigen? Auch die Zeit spielt oft eine Rolle. Durch die Alltagshektik vergisst man das Licht auszuschalten oder man nimmt das erst beste Blatt, das herumliegt – auch wenn es ein neues ist und Altpapier nachhaltiger wäre.
Die Erfahrungen von dieser Woche haben möglicherweise ein Stück weit dazu beigetragen, dass meine Achtsamkeit gegenüber meiner Umwelt aber auch mir selbst ein kleines bisschen stärker geworden ist. Letztendlich müsste ich aber den Post-it Zettel „achtsam wahrnehmen, achtsam leben!“ weiterhin mit mir herumtragen, denn schnell werden ‚wichtigere’ Dinge (– Prioritäten) wieder wichtiger, wenn ich mir das nicht immer wieder vor Augen halten.

Der Ausstieg funktioniert...

Liebe Studierende, interessiert habe ich Ihre Blogs gelesen und möchte einige Gedanken dazu beitragen. Zunächst fällt mir positiv auf, dass in vielen Blogs die Aktion 'Weil das Recht auf Nahrung ein gutes Klima braucht' von 'Fastenopfer' und 'Brot für alle' erwähnt wird. Diese Organisationen greifen unermüdlich Jahr für Jahr Themen auf und starten Aktionen wie z.B. diejenige von 'Clean Clothes' vor einigen Jahren, die auf die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen von Schneiderinnen in Ländern des fernen Ostens hingewiesen haben. Dadurch erst kamen diese Aspekte ins Bewusstsein der Konsumenten und Konsumentinnen und haben doch bei einigen einen bewussteren Kleiderkauf bewirkt, aber auch grosse Modelabels zu Stellungnahmen gezwungen. Dass das Thema 'Klimawandel und Nahrung' lokal aufgegriffen wird (wie erwähnt im Toggenburg), finde ich toll. Ermutigend ist auch der Schritt der Slowakei in Richtung Förderung alternativer Energien. Ich denke, dass dies eine zukunftsträchtige Entscheidung ist. Dass es funktionieren kann, zeigt das Beispiel der Gemeinde Güssing im österreichischen Burgenland. Diese kleine Stadtgemeinde mit ca. 27'000 Einwohnern hat 1990 folgenden Grundsatz gefasst: 100%iger Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung. 14 Jahre später wird dieser Entscheid als der folgenschwerste der Gemeinde überhaupt angesehen, denn die Gemeinde hat nur gewonnen: 400 neue Arbeitsplätze, die gesamt Wertschöpfung bleibt im Dorf, 300 Ökotouristen pro Woche, die sehen wollen, wie diese Energieversorgung klappt. Güssing produziert bereits mehr Energie als es selber verbraucht. Für mich ist das ein toller Beweis, dass der Umstieg funktioniert und eine win-win-Situation in allen Bereichen der Nachhaltigkeit entsteht. Von daher gesehen ist die Investition für Solarpanels auf dem Scheunendach sicher eine lohnende Investition. Dass die Produktion solcher Panels selber, aller Produkte überhaupt, ihrerseits Energie und Rohstoffe benötigt, geht gerne vergessen. Man spricht dabei von sogenannter 'grauer Energie'. Spannend finde ich den Blog zur Berichterstattung über die Finanzkrise. Mit der Quintessenz von Angela Federer, dass die Finanzen keinen direkten Einfluss auf die Ökologie haben, gehe ich nicht einig. Die Schweiz war einst führend bei der Erforschung von alternativen Energieformen. Nun ist sie im Vergleich mit anderen Staaten ziemlich zurück gefallen, da der Forschung und Entwicklung Gelder fehlten. Ich denke sogar, dass das Geld zur Zeit noch ein wesentlicher Verhinderungsfaktor nachhaltiger Entwicklung ist, da immer noch auf kurzfristige Gewinne gesetzt wird. Aber auch da haben wir einiges in der Hand, nämlich spätestens dann, wenn Sie sich entscheiden, Ihr Erspartes in nachhaltigen Kapitalanlagen anzulegen. Das Interesse an nachhaltigen Finanzprodukten steigt. Noch zwei Hinweise, die energiesparsame Elektrogeräte und umweltfreundliche Autos betrifft: Unter www. topten.ch finden Sie die sparsamsten Geräte und unter www. vcs. ch die aktuelle Autoumweltliste 2009. So, das wär's für den Moment. Ich grüsse Sie herzlich, Barbara Stehle alias mikesch

Freitag, 6. März 2009

Zitrusfrüchte - vom Baum in den Laden

Bund und appetitlich liegen sie auf den Markttischen und in den Obsttheken, die Orangen und Zitronen. Sie sind reich an Vitamin C und sorgen schon mit ihren bunten Farben für gute Laune. Doch der glänzenden Farbenpracht wird nach der Ernte meist nachgeholfen.

Zuerst reifen die Zitrusfrüchte je nach Art zwischen sechs und 18 Monaten an einem Baum. Sind sie erst einmal gepflückt, reifen sie nicht mehr nach. Reife Orangen können bis zu 14 Monaten am Baum gelagert werden. Alle Sorten, die für den Frischverzehr bestimmt sind, werden von Hand geerntet. Mit einer Spezialschere, dem Clipper, werden sie vom Baum geschnitten. Ein geübter Pflücker schafft bis zu 100kg Früchte am Tag. Bei Früchten die nur die Herstellung von Saft gebraucht werden, werden auch Rüttelmaschinen eingesetzt.

Nach dem Pflücken werden von Hand die Zweige und Blätter entfertn, dann bleiben die Früchte 5 Tage lang liegen. Anschliessend werden sie maschinell gewaschen, gebürstet und auf Rollbändern für den Transport nach Grösse sortiert.

Jetzt muss die Schale noch entgrünt werden und die Früchte kommen zwei bis drei Tage in einen Ausfärberaum bei 20-24 Grad Celsius. Hier werden sie mit dem Gas Ethylen behandelt. Dieses Reifehormon fördert den Farbumschlag von grün nach gelb oder orange. Danach kommen die Früchte in ein konservierendes Bad mit Pflanzenschutzmitteln. Jetzt glänzen die Früchte in einer intensiven Farbe.

Danach werden sie gewogen und in Schachteln, Standardkisten oder Drahtbundkisten verpackt. Teilweise werden auch Netzsäcke verwendet.

Je nach dem ob die Früchte aus dem Mittelmeergebiet (Winterorangen) oder aus Überseeländern (Sommerfrüchte( kommen, werden sie in Kühl-Container auf dem Schiff, mit der Bahn oder dem Flugzeug in die Schweiz geliefert. Von dort werden sie in Lkws umgeladen und in die Supermärkte gebracht.


Donnerstag, 5. März 2009

Natur bewusst wahrnehmen

Am Montag habe ich mir Zeit genommen, mich der Natur (und auch mir selbst) zu widmen. Ich habe eine dicke Jacke angezogen und habe mich auf meine üppig mit Pflanzen bewachsene Terrasse begeben. Zugegeben, es ist keine natürlich entstandene Umgebung, jedoch sehe ich von dort aus den Bodensee und Bäume, Blumen wie Schneeglöckchen oder Krokusse umringen mein kleines „Refugium“. Ich habe mir Zeit genommen, meine Pflanzen zu pflegen, umzutopfen zu giessen und anzusäen. Bei dieser Arbeit habe ich mich nur den Pflanzen, der Sonne und dem Vogelgezwitscher hingegeben. Trotz grosser Belastung im Studium ist es mir gelungen, meinen Kopf von diesen Strapazen zu befreien und den Moment in der Natur zu geniessen. Ich fühlte mich als Teil der Natur, geborgen. In dieser bewusst eingesetzten Zeit konnte ich viel Energie tanken, meine Gedanken ordnen und meine gestresste Stimmung für einige Stunden hinter mir lassen.

Was löst nun dieses bewusste Wahrnehmen der Natur bei mir aus? Wie die Pflanzen auf meiner Terrasse, braucht auch die „ungezähmte“ Natur Schutz und sorgsamen Umgang. Die Natur ist ein Ort, welcher gut zum Energie tanken und für Kinder zum Austoben geeignet ist. Damit dies so bleiben kann, müssen wir nachhaltig dafür kämpfen, dass diese Naturräume auch in Zukunft zur Verfügung stehen. Es ist eine erfüllende Erfahrung, Teil der Natur zu sein. Dieses Erlebnis soll auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen. Dies verlangt aber, dass wir uns heute Gedanken über den Erhalt der Naturgebiete machen!

„Achtsam wahrnehmen – achtsam leben!“

Ich muss bei dieser Gelegenheit etwas zugeben: Als ich den Wochenimpuls dieser Woche gelesen habe, habe ich gedacht „Na toll! Wie um aller Welt soll ich während des ganzen Drucks durch die Bachelorarbeit noch Zeit haben, achtsam zu sein?“ Meine ganze Aufmerksamkeit galt meinem grossen Etappenziel in dieser Arbeit, mein Privatleben wurde - da meine Wohnung voller Arbeitsmaterialien war - ebenfalls gestört. Der Stress versperrte mir den Blick für all die Kleinigkeiten (wie ein aufmunterndes Wort, der morgendliche Blick auf den Bodensee, etc.), welche ich in einer achtsamen Situation gewiss gesehen hätte und welche mich gewiss beruhigt hätten…

Am ersten Tag fiel es mir sehr schwer, meine Gedanken vom Druck der Arbeit zu lösen. Ich hatte Angst, mich in „Nebensächlichkeiten“ zu verlieren und fokussierte mich total auf die Arbeit. Ehlich gesagt, hatte ich mir noch keine Post-It zugelegt und als ich dann am Abend ins Bett ging, war ich sehr müde und schlief ein, bevor ich die Aufgabe erfüllen konnte.

In den folgenden Tagen, als mein Post-It an meinem Badezimmerspiegel klebte, habe ich versucht, den Tag achtsam zu beginnen und auch abzuschliessen. Mir fiel auf, wie ich die kurzen Pausengespräche und ihre witzigen oder netten Aussagen positiv stimmten oder wie mich das Musizieren in einem Seminar beruhigte. Am Abend war ich dankbar, dass ich nach langem Arbeiten von meinem Freund bekocht wurde oder dass mir ein gutes Buch half, den Tag wertschätzend abzuschliessen und gut zu schlafen. Jeden Abend beim Zähneputzen sammelte ich meine Gedanken und jeden Abend fielen mir mehr Kleinigkeiten auf, welche ich schon eine ganze Weile nicht mehr bemerkt hatte.

Diese Woche hat mir gezeigt, dass es sich wirklich lohnt, etwas achtsamer durch seinen Alltag zu gehen. Es brauchte so wenig Zeit und Aufwand, etwas oder jemandem achtsam wahrzunehmen und half mir, in einer stressigen Zeit trotzdem dankbar für meine Umwelt mit all ihren (un)wichtigen Kleinigkeiten zu sein.
Milch macht müde.

Für gewöhnlich trinke ich zum Frühstück ein Glas kalte Milch. Es ist ein Genuss, den ich schätze aber durch die Alltäglichkeit bis jetzt nie bewusst hinterfragt habe. Wie kommt also die Milch in mein Glas?

Das erste, was mir in den Sinn kommt: Ich gehe in den Laden mit dem grossen orangen M und kaufe mir eine Packung Milch, welche von jemandem in das Regal gestellt wurde und von ausgebildeten Detailhandelsangestellten an der Kasse an mich weiter gegeben wurde.

Doch der Weg beginnt erstmal bei der Kuh. Die Milchkuh lebt auf einem Bauernhof, welcher von Handwerkern gebaut und vom Landwirt/In betrieben wird. Der Bauer bringt die Milchkühe in den Melkstand, wo sich die Melkmaschinen, welche von Maschinenentwicklern geplant, von Maschinenbauern gebaut und vom Fachpersonal installiert wurde. Nachdem die Milchkühe gemolken wurden, wird die Milch von einem Tanklastwagen zur Molkerei gebracht. Der Lastwagen wird von einem ausgebildeten Lastwagenfahrer gefüllt und in der Molkerei entleert. Das Fahrzeug musste ebenfalls zuerst aus diversen Materialien gebaut werden. In der Molkerei angekommen, wird die Milch in Speichertanks (welche zuerst vo Ingenieuren und Technikern geplant und gebaut wurden) erhitzt, pasteurisiert und homogenisiert. Die Milch wird stichprobenartig von einem Labortechniker auf die Qualität untersucht.
Wenn die Milch „fertig ist“, wird sie abgekühlt und mithilfe von weiteren Maschinen in Tetrapacks abgefüllt. Diese Maschinen müssen von einem kompetenten Nahrungsmitteltechniker überprüft, gewartet und bedient werden. Damit die Milch eingepackt werden kann, muss zuerst der Tetrapack aus Kunststoff, Aluminium und Karton hergestellt und bedruckt werden. Die Tetrapacks werden abermals in einen Lastwagen geladen, zum Laden transportiert und dort entladen. Hier schliesst sich der Kreislauf.

All diese Prozesse benötigten natürlich Energie (ganze Aufrechterhaltung des Stromnetzes, Förderung und Erzeugung von Brennstoffen wie Benzin), Zeit und Planung…

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen an der Herstellung eines „banalen“ Produktes wie der Milch direkt oder indirekt beteiligt sind. Vielleicht sollte man den einfachen Dingen wie einem Glas Milch öfters Beachtung schenken, damit man den „Luxus“ des Gutes zu schätzen lernt.

Dienstag, 3. März 2009

Postautofahrt Goldach - St.Gallen

Gestern bin ich von Rorschach nach St.Gallen gefahren. Bei einer Kurve habe ich heruntergeschaut und das steile Tobel bemerkt. Im gleichen Moment ist ein Lastwagen von unten gekommen. Die Strasse war sehr eng und ich war (wieder einmal) gespannt wie sich die zwei Fahrzeuge kreuzen. Aber das Positive an der ganzen Sache war, dass ich überhaupt keine Aufregung verspürte. Ich bin die Strecke nämlich schon 100 vielleicht sogar 200 Mal gefahren und nie ist etwas passiert. Oft bewundere ich die Fahrkünste, die vollbracht werden müssen.
Auch dieses Mal meisterte der Postautoführer diese Situation wieder einmal mit Bravour.

In diesem Zusammenhang haben (wieder einmal) einige Menschen dazu beigetragen, dass ich gesund und pünktlich von A nach B gekommen bin: Herstellung des Fahrzeuges, der Postautoführer (- und der Lastwagenführer) alle Menschen, die bei der Ausbildung des Postautoführers (- und des Lastwagenführers) beteiligt waren, Strassenbauer oder auch die Erstellung der Fahrpläne. Nun möchte ich noch detaillierter auf die Herstellung des Fahrzeuges eingehen. Diesbezüglich habe ich mich im Internet (www.bmwgroup.com) schlau gemacht.
Folgend wird nun am Beispiel BMW schrittweise erklärt, wie ein Fahrzeug entsteht und indirekt welche Leute beteiligt sind:

1) Karosseriebau bedeutet ein schrittweises Zusammenfügen von mehreren hundert Einzelteilen aus Stahl und Aluminium unterschiedlicher Größe und Dicke zu einer Präzisionskarosserie. Dies geschieht durch verschiedene Fugetechniken, wie beispielsweise Kleben, Nieten, Verschrauben oder Schweißen.

2) Die Lackierung dient dem Schutz und der Werterhaltung des Automobils.

3) Montage: Nach dem Karosserierohbau und der Lackiererei bildet diese den dritten Abschnitt der so genannten Kernfertigung einer Automobilproduktion. Rund 20.000 Haus- und Kaufteile ergeben heute zum Beispiel ein Automobil der BMW 5er Baureihe.

4) Die richtigen Teile in der geforderten Qualität, in der benötigten Menge, zur rechten Zeit, am richtigen Ort bereitzuhalten, ist nur eine der Aufgabe die die Logistikspezialisten tagtäglich bewältigen.

All diese Menschen – also auch bereits schon die Hersteller - tragen durch ihre Fachkenntnisse mehr oder weniger zu einer Fahrt bei. Ich als Fahrgast leiste meinen Beitrag, indem ich die Fahrt bezahle. Dieses wieder trägt dazu bei, dass zum Beispiel der Postautoführer bezahlt werden kann.
In der Schweiz haben wir einen hohen Wohlstand und wäre etwas passiert, hätten dann in einer weiteren Vernetzung andere Menschen wie Ärzte, Familie oder Freunde mich wieder aufgepäppelt
!

Samstag, 28. Februar 2009

Vom Nichts zum SMS

Ich nehme mein Handy aus der Hosentasche und möchte meinem Freund kurz eine SMS schreiben. Diese Handlung ist für mich so alltäglich, dass alles völlig automatisiert und ohne irgendwelche Gedanken abläuft. Doch was braucht es alles, um jemandem eine SMS zu senden?
Ich beginne bei der Herstellung des Mobiltelefons. Am Anfang müssen Maschinen, welche zur Herstellung des Handys beitragen, von Polymechanikern entwickelt werden. Gussformen zur Fabrikation der Hülle und weitere notwendigen Kleinteile werden bereitgestellt. Weiter benötigt es eine Unternehmung, welche diese Grundausstattung kauft und die finanziellen Mittel für die Produktion der Einzelteile zur Verfügung stellt. Dies wiederum benötigt erst Strom, welcher aus einer Energiequelle - auch die muss erst von Fachkräften geschaffen werden - durch ein aufgebautes Netz fliesst und schlussendlich von da bezogen werden kann. Natürlich dürfen die Arbeitskräfte der Produktionsunternehmung und des Energiekonzerns nicht fehlen, seien dies Angestellte, Büropersonal oder Wissenschaftler und Unternehmensführer. Techniker und Informatiker erhalten dann die Aufgabe das Innenleben eines Handys zu gestalten und das ganze zusammenzusetzen. Durch das Fachpersonal des Swisscomshops wird das Handy schlussendlich vertrieben. Damit ist es jedoch noch nicht getan. Nun kommt das ganze Telefonnetz zum Tragen. Handyantennen werden nach Ökotests und Einholen von Bewilligungen gleichmässig im Land aufgestellt.

Zusammengerechnet sind das einige hundert Personen, die zu meinem Wohlstand beitragen und das nur wegen einer SMS. Bedenkt man, was man sonst im Alltag noch alles benötigt, angefangen bei Küchengeräten, über Audioelektronik, Bürogeräte, Utensilien in Bad und Waschküche, jegliche Innenausstattung, zur Strom-/ Wasser- und Wärmeversorgung, Wer da alles dazu beiträgt, kann man sich gar nicht mehr vorstellen. Mich fasziniert vor allem der Gedanke, wie das alles zu Stande kam. Da sollten wir schon etwas dankbarer für unseren Wohlstand sein.

Freitag, 27. Februar 2009

Überschallflug und Fastenzeit

Der Traum vom Überschallflug geht weiter
Nachdem die Concorde vor 5 Jahren ausgemustert wurde, gibt es nun mehrere Projekte, wieder ein Überschallflugzeug für die zivile Luftfahrt zu bauen.

Die Concorde war viel zu klein, zu laut und zu teuer. Die Ingenierue legen ein besonderes Augenmerk auf die beiden Schwachstellen „Lärm“ und „hoher Verbrauch“. Die USA arbeitet bereits an einem zwölfsitzigen Businessjet, der knapp unter der Schallgrenze fliegen kann und über dem Meer bis zu Mach 1,6 (=1900 Stundenkilometer) erreicht. Somit ist man doppelt so schnell über dem Meer. Die Betriebskosten sollen anscheinend mit denen herkömmlicher Privatjets vergleichbar sein. Es ist noch unklar, wie die Motoren betrieben werden sollen, ob mit Kerosin, oder Wasserstoffperoxyd oder Hydrazine. Doch entweder sind diese nur noch in begrenzten Mengen vorhanden, oder teuer und gefährlich.

Wieso es überhaupt notwenig ist ein solches Flugzeug zu bauen, und warum es immer noch gedankenlose Menschen gibt, die quer durch die Welt in einem Privatjet reisen, sei einfach einmal dahin gestellt. (Tagesanzeiger, Leben, 27.2.2009)



«Weil das Recht auf Nahrung ein gutes Klima braucht.»
Am Mittwoch hat wie jedes Jahr um die gleiche Zeit die 40-tägige Fastenzeit begonnen. Auch die katholische und evangelische Kirche haben sich dazu entschlossen, dieses Jahr die Fastenzeit zum Thema Klimawandel und Umweltschutz zu gestalten. Zahllose Aktionen begleiten die Menschen durch die Fastentage. Z.B. laden die Kirchgemeinden zusammen mit dem Energietal Toggenburg ein zum Vortrag „Energietal Toggenburg und Nahrung und Gerechtigkeit im Klimawandel“.
Ich finde es schön, wenn man jede Zeit nutzen kann, um den Klimawandel zu thematisieren. Und das der Erlös aus den Aktionen an die Organisation „Recht auf Nahrung“ geht.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Slowakei forciert Energiewende

Die Regierung der Slowakei will grundsätzlich die Abhängigkeit von Energieimporten aus dem Ausland minimieren und auf eigene Energieproduktion umsteigen. Dabei ist ihnen die Nachhaltigkeit ein grosses Anliegen, weshalb sie neu Unternehmen, welche Solarenergie und andere erneuerbare Energien produzieren, kräftig unterstützen wollen. Für die finanzielle Unterstützung der Betriebsstätten von Solar-, Wind- und anderen Alternativenergien wird Bratislava zur Hälfte aufkommen. Dies Bedeutet eine grosse Chance für ausländische Energiekonzerne. Auch Schweizer Unternehmen können davon profitieren, welche besonders in der Branche der Solarenergie Know-how vermitteln.

Tagblatt online, Wirtschaft 25.2.09

Ökologische Dimension

Die Slowakei hat nun den ersten Schritt in Richtung Alternativenergien gemacht und trägt damit einen grossen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit der Energieproduktion bei. Wie sie die Solarenergie oder eventuelle andere Energien einsetzen möchten, ist aus dem Artikel nicht ersichtlich. Da die Gewinnung von Solarenergie bislang noch eher viel Raum einnimmt und sie auch nur in sonnenintensiven Ländern effizient gebraucht werden kann, denke ich, dass dieser Entscheid gut überlegt werden muss. Eine gute Verwendung der Solarenergie wäre sicherlich, wenn Haushalte oder Konzerne selbst mit Solarzellen ausgestattet würden. Dies wäre auch in der Schweiz umsetzbar. Als besonders positiv sehe ich die Bereitschaft der Regierung längerfristig auf andere Energien umzusteigen.

Ökonomische Dimension
Durch diesen Schritt der Slowakei, schafft sie sich selbst die Grundlage auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen. Ich gehe davon aus, dass ökologische Aspekte in Zukunft bei den Kunden viel mehr zum Kaufentscheid beitragen werden. Zur Zeit mag es für die Slowakei noch teurer sein, alternative Energie zu produzieren, in einigen Jahren aber, hat sich das ausgezahlt.
In der ökonomischen Dimension gilt es auch festzuhalten, dass die Slowakei künftig weniger abhängig von Öl- und Gaslieferungen aus dem Osten sein wird und sich dabei auf ein stabiles Energiepreisniveau einstellen kann.

Soziale Dimension
Schritte wie sie von der Slowakei unternommen werden, helfen auch dazu, dass in der Bevölkerung ein nachhaltiges Bewusstsein für grüne Energie sich durchsetzen wird. Die Volkswirtschaft wird von den Standortvorteilen, die für ausländische Konzerne geboten werden (Unabhängigkeit, Energiepreisstabilität,..) profitieren, indem mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.


Naturschönheit Schweiz

Schweiz Tourismus fördert das Bedürfnis nach nachhaltigem Tourismus und investiert dabei 33 Mio. Franken in eine Kampagne. Dabei wird der Nationalpark, sowie weitere durch das UNESCO Weltkulturerbe geschützte Landschaften in den Fokus gerückt.
Tagblatt online, Wirtschaft 24.2.09


Ökologische und ökonomisch Dimension
Der nachhaltige Tourismus wie er in der Schweiz gelebt wird, sorgt dafür, dass eine der Grundlagen für die Attraktivität der Feriendestination Scheiz, nämlich ihre wohlbehaltene Natur, nicht geschädigt wird. Würde die Schweiz einen Massentourismus anbieten wollen, würde sie an ihrem eigenen Ast sägen. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht. Durch die ökologischen Nebenwirkungen eines Massentourismus würden viele Naturschönheiten zerstört werden. Zum zweiten kann die wunderschöne Natur in der Schweiz nur in Verbindung mit Ruhe und Muse zu einem gelungenen Ferienerlebnis beitragen.

Nachhaltige Entwicklung in TV, Radio und Zeitungen

Sauber einheizen (vgl. Tagblatt Rorschach 23. Februar, S. 11)

Früher benutze man für den Küchenherd Papier, Holz, Kehricht oder auch Küchenabfälle. Die moderne Holzfeuerung hingegen hält strenge Immissionswerte ein. Hersteller garantieren ausgereifte Technik mit hohem Wirkungsgrad. Es liegt am Betreiber für einen sauberen Abbrand zu schauen. Im Artikel ‚Sauber einheizen’ werden Tipps bezüglich Heizen mit Holz gegeben wie zum Beispiel: Gutgelagertes, trockenes aus heimischen Wäldern ist ein Brennstoff mit Zukunft.

Bei den erwähnten Tipps geht es um den richtigen Umgang mit Ressourcen. Werden sie nämlich richtig verwendet, führt dies zu einer Reduzierung von Schadstoffen. Diese sind Ursachen für die Umweltverschmutzung. Wird bei der Auswahl von Holz aus heimischen Wäldern geachtet (- also Holz aus der Schweiz), ist zudem sichergestellt, dass dieses nachhaltig bearbeitet wurde – Gegenteil Abrodung in vielen tropischen Wäldern...



Elektrizität vom Scheunendach (vgl. Tagblatt Rorschach 24. Februar, S. 29)

Aus den Sonnenstrahlen wird Gleichstrom produziert, was zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung führt. Die Sonne als Wärmeenergie und „Stromlieferant“ wird heute jedoch viel zu wenig genutzt. Thomas Böni und ein erfahrener Praktiker referierten vor den Zuhörern, wie sich das für Bauern ändern könnte. Obwohl diese Art von Energiegewinnung zu hohen Kosten führt, rechnet Thomas Böni damit, dass die Preise weiter sinken. Es werden nämlich neue Technologien erprobt, die vom Bund unterstützt werden.

Die gegenwärtige Energienutzung beruht wesentlich auf dem Verbrauch fossiler Brennstoffe. Diese sind „knapp“ (– Wie lange noch?) vorhanden und führen zudem zu Umweltbelastungen. So gesehen wäre diese Art Energienutzung eine optimale Lösung bezüglich Umweltproblematik. Sie wäre nachhaltig und der Energieverbrauch wäre minimal. Anzumerken ist jedoch, dass die Produktion von Solarzellen viel Energie erfordert und sie zudem mit hohen Kosten verbunden ist. Es bleibt die Frage offen, ob diese Art Energieversorgung in der Zukunft marktführend sein wird.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Nachhaltige Entwicklung in TV, Radio und Zeitungen

Die UBS und das Schweizer-Bankengeheimnis
(Hauptausgaben der Tagesschau des SFDRS am 23.02.09 & 24.02.2009)
Ich habe mich für 2 Ausgaben der Hauptausgabe der Tagesschau des SFDRS entschieden. Es betrifft jeweils gut ein Drittel der Tagesschau und es sind mehr als 2 einzelne Beiträge. Durch die Aktualität des von mir gewählten Themas halte ich dies allerdings für gerechtfertigt. In der unten folgenden Beschreibung sind die einzelnen Titel der von mir behandelten Beiträge aufgeführt.

Beschreibung:
In der Hauptausgabe der Tagesschau des SFDRS vom Montag, dem 23. Februar 09 & Dienstag, dem 24. Februar 09 wurde eine Beitragsserie zur aktuellen Krise der UBS und der damit verbundenen Probleme für das Schweizer-Bankengeheimnis ausgesendet. „Steueroase Schweiz“, „UBS-Aktie für 10-Stutz!“, „Widmer-Schlumpf in die USA“, „Marcel Rohner im D’sischtig-Club“, „Strafanzeige gegen die UBS“, „Die Meinung der Schweizer Parteien zum Fall UBS“ und „Österreich stärkt dem Bankgeheimnis den Rücken!“ sind die Titel der einzelnen Beiträge die SF ausgestrahlt hat. In all diesen Beiträgen geht es um die Folgen auf das Bankgeheimnis und somit auch um die Folgen für den Finanzmarktplatz Schweiz nach der Herausgabe einzelner Kundendaten der UBS an die Regierung der USA. Sowie um den Fall der UBS-Aktie und des Geldabflusses sowie Imageverlust der Schweizer Grossbank.

Die 3 Dimensionen der Nachhaltigkeit:

Ökonomie

Betrachtet man nun diese Beitragsserie aus sicht der 3 Dimensionen der Nachhaltigkeit ist schnell klar, dass es sich sicherlich um die ökonomische Dimension handelt. Dies weil die schlechten Meldungen betreffend der UBS einen direkten Geldabfluss bei der UBS zur Folge hat und somit der Finanzmarktplatz Schweiz sicherlich nicht gestärkt wird. Für die Schweiz hat dies Steuereinbussen zur Folge und sofern das Bankgeheimnis fallen sollte, würden viele weitere negative Auswirkungen für die Schweizer Banken, und natürlich auf die Schweizer Wirtschaft zukommen.

Ökologie

Aus ökologischer Sich ist es schwieriger diese Beitragsauwahl auszuwerten. Die Finanzen haben meiner Meinung nach keinen direkten Einfluss auf die Ökologie.

Soziales

Aus sicht der sozialen Nachhaltigkeit ist zu erwähnen, dass in der Schweiz das Bankengeheimnis für viele Leute mehr als nur ein Instrument für die Attraktivität des Finanzmarktplatzes ist. Viele Leute sind stolz auf das Bankengeheimnis und es geht bei der ev. Auflösung desselbigen darum, dass ein Stück Schweizernationalstolz genommen werden würde. Als weiterer Aspekt kann darüber spekuliert werden, ob durch die Auflösung des Bankgeheimnisses und die dadurch folgende Schädigung der UBS schlussendlich Arbeitskräfte entlassen werden müssen. Dies wäre sicherlich auch keine positive Entwicklung für die Nachhaltigkeit der sozialen Aspekte in der Schweiz.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Der ökologische Fussabdruck & Co2 Verbrauch

Wie sehen meine Resultate aus und wie beurteile ich sie?
Als ich das Ergebnis aus dem ökologischen Fussabdruck sah, habe ich mich zuerst gefreut, dass ich mit 2,4 Planeten unter dem Durchschnitt liege. Beim zweiten Gedanken wurde mir klar, was 2,4 Planeten überhaupt bedeuten! Ich habe mir überlegt, wie ich auf einen niedrigeren Durchschnitt kommen könnte.

Mein Co2 – Verbrauch liegt bei 9,3t und damit immer noch unter dem Durchschnitt von Österreich. Im Moment kann ich damit zufrieden sein, möchte aber in der Zukunft nach Möglichkeiten einiges ändern. Mit einer eigenen Wohnung und der Möglichkeit die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, könnte ich auf einen CO2 Verbrauch von 6,3t kommen.

Wie unterscheiden sie die Befragungen und die Resultate?
Der ökologische Fussabdruck ist eher eine oberflächlich gehaltene Befragung. Sie liessen mir persönlich auch zu wenig Raum, die Fragen genau zu beantworten. Da oft nur die Antworten „ja“ und „nein“ zur Verfügung standen, könnte es sein, dass das Ergebnis nicht genau der Realität entspricht.
Die zweite Befragung fand ich allerdings sehr viel genauer, aber auch viel schwieriger zu beantworten. Sehr oft wusste ich nicht, wie viele Kilometer ich z.B. mit dem Auto zurücklege, welche Art von Haushaltsgeräte wir besitzen etc.
Bei beiden finde ich es toll, dass zum Ergebnis auch noch Vorschläge für die Verbesserung der Situation gegeben werden. So kann man sich auch genaue Gedanken machen und schwebt nicht einfach mit dem guten Vorsatz in der Luft.

In welchen Bereichen könnte ich mich verbessern?
Da ich noch zu Hause wohne und wir auch nicht die finanziellen Mittel haben unser Haus komplett zu überholen, muss ich bei kleinen Dingen anfangen. Ich sehe kein Problem, meinen Wasserverbrauch zu senken und in der Woche so 15min weniger lang zu duschen. Ich werde mich auf jeden Fall dafür einsetzen, dass unsere Fenster abgedichtet werden, damit wir weniger heizen müssen. Auch können wir ohne Probleme die Heizung um 2 Grad herunter stellen und dafür Finken und warme Pullover anziehen. Alle diese Punke stellen keine Einschränkung der Lebensqualität dar.Bei meiner eigenen Wohnung achte ich auf alternative Energiequellen wie Solarenergie, Erdwärmepumpen etc. Auch sollte die Wohnung gut isoliert sein, damit weniger geheizt werden muss.

Auswertung zweier Fragebogen

Was sind meine Resultate aus den beiden Befragungen und wie beurteile ich sie?

Im Footprint-Fragebogen habe ich das Resultat von 2,2 Planeten erreicht. Im ersten Moment ist man stolz und auch erleichtert, dass es deutlich unter dem Durchschnitt von 2.9 Planeten liegt. Trotzdem ist es ein hartes Ergebnis, da wir schliesslich „nur“ einen Planeten haben.
Im CO2-Rechner habe ich einen Wert von 10.6 t CO2 erreicht. Dies liegt ebenfalls unter dem Durchschnitt von z.B. Österreich (11.4 t). Daneben ist auch der erschreckende Wert der USA sichtbar (24,3 t!).

Wie unterscheiden sich die Resultate der beiden Befragungen, wie die Befragungen selbst?

Die Auswertung der beiden Tests geschehen anders. Während beim Footprint-Test das Ergebnis/ der Verbrauch in Planeten angegeben wird, wird beim CO2-Rechner konkret aufgezeigt, welche Menge an CO2 durch meinen Lebensstil ausgestossen wird.
Die Befragungen unterscheiden sich schon stark durch das Layout. Der Footprint-Test ist einfach zu bedienen und gibt am Schluss den schönen Vorschlag, welches Geschenk ich der Erde machen könnte. Der CO2-Rechner ist etwas anspruchsvoller auszufüllen. Er gibt am Schluss eine klare Übersicht, wo ich wie viel Energie einsparen könnte.

Wo liegen meine Verbesserungspotenziale? Was ist meine Einschätzung dazu?

Laut dem Rechner sollte ich auf Öko-Strom, Solarenergie (Wassererwärmung), Biomasse-Heizung umsteigen. Da ich aber in einem Wohnblock lebe, ist es nicht möglich, etwas an diesen Punkten zu verändern. Was ich jedoch vermehrt beachten kann und werde ist, dass ich meine elektronischen Geräte ganz abschalte und bei der Beleuchtung meiner Wohnung überall auf Energiesparlampen umsteige. Laut CO2-Rechner könnte ich, wenn ich alles umsetzen könnte/würde, mein Ergebnis auf 4.5 t reduzieren.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Antworten auf zwei Quiz

Was sind meine Resultate aus den beiden Befragungen und wie beurteile ich sie?

Bei der ersten Befragung sah das Ergebnis für mich erstmals etwas erschreckend aus. 2.4 Planeten bräuchte es, wenn jeder Mensch auf der Erde den gleichen Verbrauch hätte wie ich. Mit diesem Ergebnis liege ich jedoch gleichzeitig unter dem Durchschnitt der schweizerischen Bevölkerung mit 2.9 Planeten. Somit beurteile ich das Ergebnis als befriedigend und gleichzeitig als erschreckend. Mein CO2-Verbrauch liegt bei der zweiten Befragung bei 12,8 t. Im Vergleich zu Deutschland mit 12,1 liege ich damit etwas höher. Dieses Ergebnis beurteile ich als viel zu hoch.

Wie unterscheiden sich die Resultate der beiden Befragungen, wie die Befragungen selbst?

Die erste Befragung („Planeten-Ergebnis“) war im Vergleich zur zweiten Befragung eher ungenau. Einzelne Fragen konnte man beispielsweise nur mit ja oder nein beantworten, obwohl für mich teilweise beides nicht zutraf. Bei der zweiten Befragung mussten genaue Angaben machen, was beispielsweise das Verkehrsmittel betraf. Ich empfand sie als herausfordernder und anspruchsvoller. Auch das Resultat war differenzierter und gab zu jedem Bereich ein Detail-Ergebnis. Mit den Zahlen habe ich mich nicht gross auseinandergesetzt, weil ich nicht viel damit anfangen kann. Positiv finde ich jedoch, dass genau aufgelistet wird, wo ich Massnahmen ergreifen sollte. Die Resultate und somit auch das Feedback der ersten Befragung wurden in Form von einzelnen Vorschlägen gemacht, die man annehmen oder ablehnen konnte. Diese Art empfand ich motivierender, da man nicht mit Informationen überhäuft wurde und der Gedanke beinhaltet war: "Ein Geschenk an die Erde".

Wo liegen meine Verbesserungspotenziale? Was ist meine Einschätzung dazu?

Vor allem was den Wasserverbrauch und die Auswahl von Produkten betrifft sehe ich im Moment am meisten Verbesserungspotenziale. Diese sind für mich im Alltag leicht umzusetzen. Beim Wasserverbrauch könnte ich beispielsweise mehr darauf achten während dem shampoonieren das Wasser abzuschalten. Dann bei der Auswahl von Früchten weitgehender auf saisonale Produkte umsteigen. Weitere andere Tipps scheinen mir persönlich jedoch schwer umsetzbar wie beispielsweise: Warmwasser mit Solarenergie. Zwei Faktoren spielen diesbezüglich eine grosse Rolle: Zeit und Geld fehlen...

Der ökologische Fussabdruck

Dass meine beiden Resultate eher hoch ausfallen würden, habe ich erwartet. Trotzdem war es für mich sehr erstaunlich, meine Werte im Vergleich zu anderen Ländern oder zur Weltbevölkerung zu sehen. Nach dem CO2-Test des Footprint, bräuchte man 3,1 Erden, um einen Energieverbrauch meiner Grösse zu decken, vorausgesetzt, alle Bewohner der Welt hätten denselben Energieverbrauch wie ich. Dies ist sehr eindrücklich und eindeutig zu viel. Der zweite CO2-Rechner zeigte mir auf, dass ich 13.2t CO2 verursache, was etwas mehr als dem Durchschnitt unserer Nachbarn entspricht. Auch dieser Wert liegt für mich definitiv zu hoch, was vor allem durch den hohen Gebrauch des Autos verursacht wird.

Beide Befragungen messen den Energieverbrauch und zeigen diesen auf eine anschauliche Art auf. In der Differenzierung und Qualität der Fragen gibt es jedoch grosse Unterschiede. So hatte ich beim Fragebogen des Footprint eher das Gefühl, ein oberflächliches und undifferenziertes Resultat zu erhalten, da die Fragen mit zu wenigen Antwortmöglichkeiten ausgestattet waren oder teilweise wichtige Fragen gar nicht gestellt wurden. Zusätzlich fiel es mir schwer, das Resultat richtig zu deuten, um auch konkrete Verbesserungsmassnahmen zu treffen. Im Vergleich dazu, bringt der CO2-Rechner der Umweltbildung sogar mögliche Verbesserungsvorschläge hervor und erfasst die individuellen Werte der 3 Bereiche Mobilität, Ernährungsgewohnheit und Wohnlichkeiten. So weiss ich nun, in welchen Bereichen es wichtig wäre Massnahmen zu treffen und wie diese aussehen könnten.

In Zukunft wird für mich wichtig sein, ein effizientes und energiesparsames Auto zu kaufen, da ich kaum auf den Gebrauch des Autos verzichten kann. Für weitere Strecken, nehme ich heute schon den öffentlichen Verkehr.
Ich möchte, falls möglich, beim Auswählen einer eigenen Wohnung darauf achten, dass diese gut isoliert ist und dadurch geringe Heizkosten verursacht oder eventuell sogar über die Nutzung von Ökostrom verfügt. Sollte ich einmal selbst ein Haus bauen, wäre für mich der ökologische sowie ökonomische Energieverbrauch ein wichtiger Grundsatz. Im Moment kann ich in dieser Hinsicht jedoch nichts ändern.
Ebenso werde ich gut darauf schauen, welche Haushaltsgross- und Kleingeräte ich wähle und dass diese auch effizient genutzt werden, wie z.B. nur waschen, wenn die Maschine gefüllt werden kann. Auf Energiesparlampen und vermehrte Bio- oder Saisonprodukte möchte ich gleich umsteigen. Das Recyceln von Material liegt mir jetzt schon am Herzen und werde ich so weiterführen.

Grundsätzlich denke ich, dass es für jeden wertvoll wäre, seinen Energieverbrauch berechnen zu lassen, um seinen Lebensstil entsprechend anzupassen. Viele dieser Verbesserungen hängen jedoch stark von der finanziellen Lage einer Person ab und sind daher kurzfristig schwer zu realisieren.