Gestern bin ich von Rorschach nach St.Gallen gefahren. Bei einer Kurve habe ich heruntergeschaut und das steile Tobel bemerkt. Im gleichen Moment ist ein Lastwagen von unten gekommen. Die Strasse war sehr eng und ich war (wieder einmal) gespannt wie sich die zwei Fahrzeuge kreuzen. Aber das Positive an der ganzen Sache war, dass ich überhaupt keine Aufregung verspürte. Ich bin die Strecke nämlich schon 100 vielleicht sogar 200 Mal gefahren und nie ist etwas passiert. Oft bewundere ich die Fahrkünste, die vollbracht werden müssen.
Auch dieses Mal meisterte der Postautoführer diese Situation wieder einmal mit Bravour.
In diesem Zusammenhang haben (wieder einmal) einige Menschen dazu beigetragen, dass ich gesund und pünktlich von A nach B gekommen bin: Herstellung des Fahrzeuges, der Postautoführer (- und der Lastwagenführer) alle Menschen, die bei der Ausbildung des Postautoführers (- und des Lastwagenführers) beteiligt waren, Strassenbauer oder auch die Erstellung der Fahrpläne. Nun möchte ich noch detaillierter auf die Herstellung des Fahrzeuges eingehen. Diesbezüglich habe ich mich im Internet (www.bmwgroup.com) schlau gemacht.
Folgend wird nun am Beispiel BMW schrittweise erklärt, wie ein Fahrzeug entsteht und indirekt welche Leute beteiligt sind:
1) Karosseriebau bedeutet ein schrittweises Zusammenfügen von mehreren hundert Einzelteilen aus Stahl und Aluminium unterschiedlicher Größe und Dicke zu einer Präzisionskarosserie. Dies geschieht durch verschiedene Fugetechniken, wie beispielsweise Kleben, Nieten, Verschrauben oder Schweißen.
2) Die Lackierung dient dem Schutz und der Werterhaltung des Automobils.
3) Montage: Nach dem Karosserierohbau und der Lackiererei bildet diese den dritten Abschnitt der so genannten Kernfertigung einer Automobilproduktion. Rund 20.000 Haus- und Kaufteile ergeben heute zum Beispiel ein Automobil der BMW 5er Baureihe.
4) Die richtigen Teile in der geforderten Qualität, in der benötigten Menge, zur rechten Zeit, am richtigen Ort bereitzuhalten, ist nur eine der Aufgabe die die Logistikspezialisten tagtäglich bewältigen.
All diese Menschen – also auch bereits schon die Hersteller - tragen durch ihre Fachkenntnisse mehr oder weniger zu einer Fahrt bei. Ich als Fahrgast leiste meinen Beitrag, indem ich die Fahrt bezahle. Dieses wieder trägt dazu bei, dass zum Beispiel der Postautoführer bezahlt werden kann.
In der Schweiz haben wir einen hohen Wohlstand und wäre etwas passiert, hätten dann in einer weiteren Vernetzung andere Menschen wie Ärzte, Familie oder Freunde mich wieder aufgepäppelt!
Liebe Patricia
AntwortenLöschenIch habe deinen Post mit grossem Interesse gelesen, da ich in letzter Zeit oft mit dem Auto zur Schule fahre. Die Schritte welche zur Herstellung eines Fahrzeuges benötigt werden, waren sehr spannend. Es ist enorm, wie viele Personen daran beteiligt sind. Auch ich bin dankbar, dass ich jeweils ohne Komplikationen mein gewünschtes Ziel erreiche.
Die Pünktlichkeit hast du ebenfalls angesprochen. Es ist ein absoluter Luxus, pünktlich einen gewünschten Ort zu erreichen. Erst im Ausland wird einem bewusst, was es bedeutet, wenn eben der Bus nicht pünktlich ist, bzw. gar nicht fährt..
Liebe Grüsse
Isabelle Geel, LG 06Cd