Donnerstag, 5. März 2009

„Achtsam wahrnehmen – achtsam leben!“

Ich muss bei dieser Gelegenheit etwas zugeben: Als ich den Wochenimpuls dieser Woche gelesen habe, habe ich gedacht „Na toll! Wie um aller Welt soll ich während des ganzen Drucks durch die Bachelorarbeit noch Zeit haben, achtsam zu sein?“ Meine ganze Aufmerksamkeit galt meinem grossen Etappenziel in dieser Arbeit, mein Privatleben wurde - da meine Wohnung voller Arbeitsmaterialien war - ebenfalls gestört. Der Stress versperrte mir den Blick für all die Kleinigkeiten (wie ein aufmunterndes Wort, der morgendliche Blick auf den Bodensee, etc.), welche ich in einer achtsamen Situation gewiss gesehen hätte und welche mich gewiss beruhigt hätten…

Am ersten Tag fiel es mir sehr schwer, meine Gedanken vom Druck der Arbeit zu lösen. Ich hatte Angst, mich in „Nebensächlichkeiten“ zu verlieren und fokussierte mich total auf die Arbeit. Ehlich gesagt, hatte ich mir noch keine Post-It zugelegt und als ich dann am Abend ins Bett ging, war ich sehr müde und schlief ein, bevor ich die Aufgabe erfüllen konnte.

In den folgenden Tagen, als mein Post-It an meinem Badezimmerspiegel klebte, habe ich versucht, den Tag achtsam zu beginnen und auch abzuschliessen. Mir fiel auf, wie ich die kurzen Pausengespräche und ihre witzigen oder netten Aussagen positiv stimmten oder wie mich das Musizieren in einem Seminar beruhigte. Am Abend war ich dankbar, dass ich nach langem Arbeiten von meinem Freund bekocht wurde oder dass mir ein gutes Buch half, den Tag wertschätzend abzuschliessen und gut zu schlafen. Jeden Abend beim Zähneputzen sammelte ich meine Gedanken und jeden Abend fielen mir mehr Kleinigkeiten auf, welche ich schon eine ganze Weile nicht mehr bemerkt hatte.

Diese Woche hat mir gezeigt, dass es sich wirklich lohnt, etwas achtsamer durch seinen Alltag zu gehen. Es brauchte so wenig Zeit und Aufwand, etwas oder jemandem achtsam wahrzunehmen und half mir, in einer stressigen Zeit trotzdem dankbar für meine Umwelt mit all ihren (un)wichtigen Kleinigkeiten zu sein.

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