Donnerstag, 19. März 2009

Spaziergang am See

Heute Mittag war der richtige Zeitpunkt gekommen, um mich in der Natur zu entspannen und gleichzeitig diese wieder einmal bewusst wahrzunehmen. Ich entschied mich, dem See entlang zu spazieren und mich an einem schönen ruhigen Platz niederzulassen. Den See wählte ich, da ich hoffte, dass mich das Wasser in der stressigen Zeit beruhigen würde.
Während ich am Ufer entlang schlenderte wunderte ich mich, wie ruhig die Wasseroberfläche dalag. Nur einige Enten durchbrachen mit ihren Bewegungen die glatte Oberfläche. Einige Fragen gingen mir durch den Kopf. Was sich wohl alles unter dieser Oberfläche im Verborgenen befindet? Weshalb fühle ich mich durch die Eindrücke der Natur beruhigter? Ist es das Gefühl der „heilen Welt“ oder bloss weil man sieht, dass die Welt auch ohne sich selbst weiterdreht? Kann es sein, dass ich mich in solchen Momenten wohler und ruhiger fühle, da ich mich stärker wahrnehme und alles andere ausser Acht lasse? Wahrscheinlich spielen alle Dinge zusammen.
Das deutsche Ufer war durch den Dunst nicht zu sehen. Man konnte sich sogar vorstellen, an der Küste eines Meeres zu stehen. Bloss der Wind war dafür irgendwie zu schwach und die verschneiten Hügel im Hintergrund eher unpassend. Als ich mich am Rand hinsetzte fiel mir auch zum ersten Mal auf, wie komisch es aussieht, wenn Enten versuchen zu tauchen. Es sah so aus, als drücke man eine Boje unter Wasser, welche beim Loslassen wieder hochschiesst.

Nehme ich mir die Zeit, mich mit der Natur auseinanderzusetzen, fühle ich mich auch mit ihr verbunden. Im Alltag verschwindet dieses Gefühl der Verbundenheit leider wieder. Ich glaube, dass es nicht immer ausreicht, sich nur in der Natur aufzuhalten, um sich der Nachhaltigkeit bewusst zu werden oder diese sogar durch das eigene Handeln zu beeinflussen. In einem Praktikum erlebte ich zum Beispiel, wie ein Junge im Wald einen Pilz weg schlagen wollte. Bestimmt helfen solche Aufenthalte den Kindern, mit der Zeit die Natur positiv wahrzunehmen und wertzuschätzen, doch sollte man sie auch auf die Auswirkungen ihres Handelns aufmerksam machen. Manche Kinder lernen das nicht von alleine und an diesem Punkt kommt die Schule ins Spiel.

Die Natur im Rheintal

Diese Woche war etwas entspannter als die vorhergehenden Wochen. Ich hatte endlich Zeit, etwas zur Ruhe zu kommen. Die Bachelorarbeit ist, zumind. im Groben, fertig und ich konnte mir einen Nachmittag in der Natur mit guten Gewissen gönnen! Mit meinem Pferd bin ich nach Montlingen ins Naturschutzgebiet geritten und habe mich auf eine Bank gesetzt. Schon auf dem Ritt dorthin ist mir aufgefallen, dass die Vögel wieder singen und überraschend viele Mücken in der Luft herumschwirren. In den Windschutzstreifen hat es schon leicht gelbe Haselnussträucher. Als ich dann so da sass und über die Schilflandschaft schaute, bemerkte ich den Frühling, der überall erwacht ist. Auf der Seite der Holzbank sah ich die ersten Schneeglöckchen und Krokusse und bei der Trauerweide weiter vorne konnte ich bereits die ersten Knospen sehen. Das ganze Bild war so friedlich und ruhig. Selbst mein Pferd wurde sofort ruhig und fing an zu fressen. Ich vergass sogar für eine Weile die Zeit und meine Arbeiten.

Bevor ich wieder gehen wollte, erinnerte ich mich an den eigentlichen Auftrag und liess meinen Blick etwas genauer durch die Gegend schweifen. Und promt sah ich im Windschutzstreifen einen blauen Plastiksack liegen. Auf dem Heimweg fiel mir noch mehr Abfall auf. Doch das war nicht alles. Das Naturschutzgebiet ist im Vergleich zum ganzen Riet sehr klein und nicht einmal mit den ökologischen Ausgleichsflächen der Bauern verbunden. Dies bedeutet für die Tiere immer ein Überqueren der Strassen und Felder. Es wäre so einfach, aus diesem bisschen Naturschutz, ein grösseres Gebiet zu erschliessen, aber niemand denkt soweit.

Als ich zu Hause ankam fühlte ich mich trotzdem entspannt, aber auch ein bisschen verärgert über die Gedankenlosigkeit der Menschen.

Dienstag, 17. März 2009

Eine Stunde in der Natur

Gerade in einer Zeit, wo viele Arbeiten anliegen, nehme ich auch die Natur intensiver wahr. Ich schätze die Ruhe und die Frische im Wald, aber auch die schönen ‚Bilder’. Somit war heute der richtige Zeitpunkt eine Stunde in der Natur zu verbringen.
Ich hörte Vogelgezwitscher, und wenn ich meine Ohren spitzte von weitem ein paar Autos. Die Gerüche im Wald erinnern mich an Spaziergänge mit meiner Mutter, als ich noch klein war. An einen kleinen Bach setzte ich mich hin. Die ersten paar Minuten waren angenehm. Das Bächlein plätscherte vor sich hin. Es klang für mich wie ein bisschen Musik in den Ohren. Nach einer Viertel Stunde fiel es mir jedoch bereits etwas schwieriger ruhig zu sitzen. Dies liegt sehr wahrscheinlich daran, dass ich mich gar nicht mehr gewohnt bin, nichts zu tun.
Letztendlich tat der Besuch in der Natur sichtlich gut. Ich kombinierte meinen Ausflug mit ein bisschen Jogging durch den Wald. Es gelang mir für eine Stunde abzuschalten und den Alltagsstress etwas zu vergessen. Die Zeit verging und kein negativer Gedanke hatte die Chance sich überhaupt bemerkbar zu machen.
Für mich ist die Natur im Gegensatz zum Menschen weniger kompliziert. Sie ist einfach da und kann sich nicht wie wir Menschen verbal bemerkbar machen. Der Baum bräuchte uns Menschen nicht unbedingt, aber wir Menschen brauchen den Baum. Dieser Gedanke hilft mir besonders gegenüber der Natur Respekt zu zeigen und die Bereitschaft zum umweltfreundlichen Handeln zu zeigen. Ich sehe mich zwar als Teil der Natur, aber gleichzeitig auch als Gast, der sich an gewisse Regeln halten muss. Auch beim heutigen Waldbesuch war dies wieder der Fall.

Freitag, 13. März 2009

Aufmerksam sein während der strengsten Zeit des Jahres?

Am Montag als ich den neuen Auftrag gelesen habe, dachte ich nicht im entferntesten, dass es irgendwie problematisch werden könnte diesen zu erfüllen.
Wie gewünscht schrieb ich mir einen Post-it und klebte in direkt auf die Bildschirmfläche des Laptop und nahm mir vor diese Woche meine Umgebung besser zu beobachten.

Gestern wollte ich dann meine Ergebnisse zusammentragen, und musst mir eingestehen, dass diese Woche so unglaublich schnell vorbei geflogen ist wie sonst selten. Während der Schule musste ich aktiv sein und zu Hause arbeitete ich jede freie Minute an der Bachelorarbeit und anderen Aufträgen der Schule. Meine Gedanken waren die ganze Woche so ausgelastet, dass ich weder merkte wie die Zeit vorbei ging, noch was eigentlich alles um mich herum passierte. Die ganze Aufmerksamkeit richtete sich während dieser Woche auf die zu erledigenden Arbeiten. Einzig und alleine schaffte ich es jeden Tag, den Laptop ganz abzustellen, aber auch nur weil der Post-it mich jedes Mal daran erinnerte. Ausserdem kommt es mir jetzt im Nachhinein so vor, als wäre meine ganze Umgebung auch nur mit sich selbst beschäftigt. Es ist einfach so ziemlich der unmöglichste Zeitpunkt, sich auf andere Dinge als auf seine aktuellen Arbeiten zu kümmern.

Donnerstag, 12. März 2009

Wie achtsam nehme ich meine Umwelt war?

Als ich den Impuls der Woche las, erinnerte ich mich an ein Erlebnis, welches ich nie vergessen werde und mir heute noch ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Zwei Verliebte reisten im Zug Richtung Hamburg, als das Mädchen plötzlich während der Fahrt einen Marienkäfer entdeckte. Da man die Fenster nicht öffnen konnte, hielten die zwei den Käfer abwechslungsweise so lange auf der Hand, bis sie ausstiegen und ihn auf der nächsten Wiese in die Freiheit entlassen konnten. Auch durch die Liebe nimmt man das Leben achtsamer war.

Meinen Post-it Zettel „Achtsam wahrnehmen, achtsam leben!“ klebte ich an den Spiegel meines Badezimmerkästchens. So konnte ich den Leitspruch jeden Morgen beim ersten Blick in den Spiegel lesen und mich an das Vornehmen erinnern. Auch vom WC aus hatte ich gute Sicht auf den Zettel.

In dieser Zeit achtete ich viel stärker auf die Natur und darauf, wie sich meine Handlungen auf sie auswirken würden. Ich entstaubte beispielsweise mein Fahrrad und benutzte es seit längerem wieder einmal. Zusätzlich versuchte ich auch, auf meine Bedürfnisse zu achten und diese wahrzunehmen, was ich jedoch nicht immer erreichte. Der Grund dafür liegt beim zunehmenden Druck in Richtung Abgabetermin der Bachelorarbeit. Dies ist auch der Grund weshalb es mir in einigen Situationen schwer viel, achtsam mit meinen Mitmenschen umzugehen. Durch meine Stressgefühle reagierte ich manchmal anders, als ich hätte tun sollen oder tun wollen. Trotzdem nehme ich meine Mitmenschen doch achtsam wahr.

Während dieser Woche habe ich bemerkt, dass es nicht immer so einfach ist, achtsam zu leben und man sich manchmal an der Nase nehmen muss. Grundsätzlich denke ich, dass die Notiz für diese Woche Wirkung zeigte. Durch das wiederholte Lesen, wird man sich der Achtsamkeit immer mehr bewusst und achtet deshalb auch stärker darauf – eine kleine Manipulation des Gehirns! Um dieses Bewusstsein längerfristig zu erhalten, glaube ich jedoch, dass das Aufhängen eines kleinen Zettels nicht ausreicht, da man Vorhaben viel zu schnell vergisst.

Mittwoch, 11. März 2009

Achtsam wahrnehmen, achtsam werden

Im Alltagsstress schränkt man seinen Blick oftmals ein. Bei mir liegt es meistens daran, weil ich an viele Dinge gleichzeitig denken muss und deshalb die Zeit fehlt, mich auf andere (wichtige) Dinge zu konzentrieren. Diese Woche habe ich versucht bewusster ‚im Moment zu leben’ – achtsam zu leben. So habe ich zum Beispiel beim Warten an der Kasse der Verkäuferin zugeschaut. Ihre Handlungen waren automatisiert und schnell- ich hätte mich bestimmt nicht so geschickt angestellt. Oder auf dem Weg von der PHR zu Posthaltestelle habe ich versucht die Umgebung mit einem Sinnesorgan bewusster wahrzunehmen. Ich habe zum Beispiel Autos gehört oder den Wind. Dann habe ich aber auch versucht das Gefühl in mir selbst wahrzunehmen – Was für ein Gefühl verbinde ich mit Autos, was mit dem Wind? Diese Woche bin ich auch mit Ressourcen, Energiequellen achtsamer umzgegangen wie zum Beispiel: Das Licht ausschalten, wenn ich einen Raum verlasse oder auch Altpapier zu gebrauchen für eine Notiz.
Ich habe im Verlaufe der Woche gemerkt, dass ‚achtsam leben’ von mir ein Stück weit auch das ‚Ausschalten’ von anderen Gedanken verlangt. Möchte ich zum Beispiel die Umwelt nur mit dem Gehör wahrnehmen, hemmt der Gedanke: Was muss ich heute noch alles erledigen? Auch die Zeit spielt oft eine Rolle. Durch die Alltagshektik vergisst man das Licht auszuschalten oder man nimmt das erst beste Blatt, das herumliegt – auch wenn es ein neues ist und Altpapier nachhaltiger wäre.
Die Erfahrungen von dieser Woche haben möglicherweise ein Stück weit dazu beigetragen, dass meine Achtsamkeit gegenüber meiner Umwelt aber auch mir selbst ein kleines bisschen stärker geworden ist. Letztendlich müsste ich aber den Post-it Zettel „achtsam wahrnehmen, achtsam leben!“ weiterhin mit mir herumtragen, denn schnell werden ‚wichtigere’ Dinge (– Prioritäten) wieder wichtiger, wenn ich mir das nicht immer wieder vor Augen halten.

Der Ausstieg funktioniert...

Liebe Studierende, interessiert habe ich Ihre Blogs gelesen und möchte einige Gedanken dazu beitragen. Zunächst fällt mir positiv auf, dass in vielen Blogs die Aktion 'Weil das Recht auf Nahrung ein gutes Klima braucht' von 'Fastenopfer' und 'Brot für alle' erwähnt wird. Diese Organisationen greifen unermüdlich Jahr für Jahr Themen auf und starten Aktionen wie z.B. diejenige von 'Clean Clothes' vor einigen Jahren, die auf die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen von Schneiderinnen in Ländern des fernen Ostens hingewiesen haben. Dadurch erst kamen diese Aspekte ins Bewusstsein der Konsumenten und Konsumentinnen und haben doch bei einigen einen bewussteren Kleiderkauf bewirkt, aber auch grosse Modelabels zu Stellungnahmen gezwungen. Dass das Thema 'Klimawandel und Nahrung' lokal aufgegriffen wird (wie erwähnt im Toggenburg), finde ich toll. Ermutigend ist auch der Schritt der Slowakei in Richtung Förderung alternativer Energien. Ich denke, dass dies eine zukunftsträchtige Entscheidung ist. Dass es funktionieren kann, zeigt das Beispiel der Gemeinde Güssing im österreichischen Burgenland. Diese kleine Stadtgemeinde mit ca. 27'000 Einwohnern hat 1990 folgenden Grundsatz gefasst: 100%iger Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung. 14 Jahre später wird dieser Entscheid als der folgenschwerste der Gemeinde überhaupt angesehen, denn die Gemeinde hat nur gewonnen: 400 neue Arbeitsplätze, die gesamt Wertschöpfung bleibt im Dorf, 300 Ökotouristen pro Woche, die sehen wollen, wie diese Energieversorgung klappt. Güssing produziert bereits mehr Energie als es selber verbraucht. Für mich ist das ein toller Beweis, dass der Umstieg funktioniert und eine win-win-Situation in allen Bereichen der Nachhaltigkeit entsteht. Von daher gesehen ist die Investition für Solarpanels auf dem Scheunendach sicher eine lohnende Investition. Dass die Produktion solcher Panels selber, aller Produkte überhaupt, ihrerseits Energie und Rohstoffe benötigt, geht gerne vergessen. Man spricht dabei von sogenannter 'grauer Energie'. Spannend finde ich den Blog zur Berichterstattung über die Finanzkrise. Mit der Quintessenz von Angela Federer, dass die Finanzen keinen direkten Einfluss auf die Ökologie haben, gehe ich nicht einig. Die Schweiz war einst führend bei der Erforschung von alternativen Energieformen. Nun ist sie im Vergleich mit anderen Staaten ziemlich zurück gefallen, da der Forschung und Entwicklung Gelder fehlten. Ich denke sogar, dass das Geld zur Zeit noch ein wesentlicher Verhinderungsfaktor nachhaltiger Entwicklung ist, da immer noch auf kurzfristige Gewinne gesetzt wird. Aber auch da haben wir einiges in der Hand, nämlich spätestens dann, wenn Sie sich entscheiden, Ihr Erspartes in nachhaltigen Kapitalanlagen anzulegen. Das Interesse an nachhaltigen Finanzprodukten steigt. Noch zwei Hinweise, die energiesparsame Elektrogeräte und umweltfreundliche Autos betrifft: Unter www. topten.ch finden Sie die sparsamsten Geräte und unter www. vcs. ch die aktuelle Autoumweltliste 2009. So, das wär's für den Moment. Ich grüsse Sie herzlich, Barbara Stehle alias mikesch

Freitag, 6. März 2009

Zitrusfrüchte - vom Baum in den Laden

Bund und appetitlich liegen sie auf den Markttischen und in den Obsttheken, die Orangen und Zitronen. Sie sind reich an Vitamin C und sorgen schon mit ihren bunten Farben für gute Laune. Doch der glänzenden Farbenpracht wird nach der Ernte meist nachgeholfen.

Zuerst reifen die Zitrusfrüchte je nach Art zwischen sechs und 18 Monaten an einem Baum. Sind sie erst einmal gepflückt, reifen sie nicht mehr nach. Reife Orangen können bis zu 14 Monaten am Baum gelagert werden. Alle Sorten, die für den Frischverzehr bestimmt sind, werden von Hand geerntet. Mit einer Spezialschere, dem Clipper, werden sie vom Baum geschnitten. Ein geübter Pflücker schafft bis zu 100kg Früchte am Tag. Bei Früchten die nur die Herstellung von Saft gebraucht werden, werden auch Rüttelmaschinen eingesetzt.

Nach dem Pflücken werden von Hand die Zweige und Blätter entfertn, dann bleiben die Früchte 5 Tage lang liegen. Anschliessend werden sie maschinell gewaschen, gebürstet und auf Rollbändern für den Transport nach Grösse sortiert.

Jetzt muss die Schale noch entgrünt werden und die Früchte kommen zwei bis drei Tage in einen Ausfärberaum bei 20-24 Grad Celsius. Hier werden sie mit dem Gas Ethylen behandelt. Dieses Reifehormon fördert den Farbumschlag von grün nach gelb oder orange. Danach kommen die Früchte in ein konservierendes Bad mit Pflanzenschutzmitteln. Jetzt glänzen die Früchte in einer intensiven Farbe.

Danach werden sie gewogen und in Schachteln, Standardkisten oder Drahtbundkisten verpackt. Teilweise werden auch Netzsäcke verwendet.

Je nach dem ob die Früchte aus dem Mittelmeergebiet (Winterorangen) oder aus Überseeländern (Sommerfrüchte( kommen, werden sie in Kühl-Container auf dem Schiff, mit der Bahn oder dem Flugzeug in die Schweiz geliefert. Von dort werden sie in Lkws umgeladen und in die Supermärkte gebracht.


Donnerstag, 5. März 2009

Natur bewusst wahrnehmen

Am Montag habe ich mir Zeit genommen, mich der Natur (und auch mir selbst) zu widmen. Ich habe eine dicke Jacke angezogen und habe mich auf meine üppig mit Pflanzen bewachsene Terrasse begeben. Zugegeben, es ist keine natürlich entstandene Umgebung, jedoch sehe ich von dort aus den Bodensee und Bäume, Blumen wie Schneeglöckchen oder Krokusse umringen mein kleines „Refugium“. Ich habe mir Zeit genommen, meine Pflanzen zu pflegen, umzutopfen zu giessen und anzusäen. Bei dieser Arbeit habe ich mich nur den Pflanzen, der Sonne und dem Vogelgezwitscher hingegeben. Trotz grosser Belastung im Studium ist es mir gelungen, meinen Kopf von diesen Strapazen zu befreien und den Moment in der Natur zu geniessen. Ich fühlte mich als Teil der Natur, geborgen. In dieser bewusst eingesetzten Zeit konnte ich viel Energie tanken, meine Gedanken ordnen und meine gestresste Stimmung für einige Stunden hinter mir lassen.

Was löst nun dieses bewusste Wahrnehmen der Natur bei mir aus? Wie die Pflanzen auf meiner Terrasse, braucht auch die „ungezähmte“ Natur Schutz und sorgsamen Umgang. Die Natur ist ein Ort, welcher gut zum Energie tanken und für Kinder zum Austoben geeignet ist. Damit dies so bleiben kann, müssen wir nachhaltig dafür kämpfen, dass diese Naturräume auch in Zukunft zur Verfügung stehen. Es ist eine erfüllende Erfahrung, Teil der Natur zu sein. Dieses Erlebnis soll auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen. Dies verlangt aber, dass wir uns heute Gedanken über den Erhalt der Naturgebiete machen!

„Achtsam wahrnehmen – achtsam leben!“

Ich muss bei dieser Gelegenheit etwas zugeben: Als ich den Wochenimpuls dieser Woche gelesen habe, habe ich gedacht „Na toll! Wie um aller Welt soll ich während des ganzen Drucks durch die Bachelorarbeit noch Zeit haben, achtsam zu sein?“ Meine ganze Aufmerksamkeit galt meinem grossen Etappenziel in dieser Arbeit, mein Privatleben wurde - da meine Wohnung voller Arbeitsmaterialien war - ebenfalls gestört. Der Stress versperrte mir den Blick für all die Kleinigkeiten (wie ein aufmunterndes Wort, der morgendliche Blick auf den Bodensee, etc.), welche ich in einer achtsamen Situation gewiss gesehen hätte und welche mich gewiss beruhigt hätten…

Am ersten Tag fiel es mir sehr schwer, meine Gedanken vom Druck der Arbeit zu lösen. Ich hatte Angst, mich in „Nebensächlichkeiten“ zu verlieren und fokussierte mich total auf die Arbeit. Ehlich gesagt, hatte ich mir noch keine Post-It zugelegt und als ich dann am Abend ins Bett ging, war ich sehr müde und schlief ein, bevor ich die Aufgabe erfüllen konnte.

In den folgenden Tagen, als mein Post-It an meinem Badezimmerspiegel klebte, habe ich versucht, den Tag achtsam zu beginnen und auch abzuschliessen. Mir fiel auf, wie ich die kurzen Pausengespräche und ihre witzigen oder netten Aussagen positiv stimmten oder wie mich das Musizieren in einem Seminar beruhigte. Am Abend war ich dankbar, dass ich nach langem Arbeiten von meinem Freund bekocht wurde oder dass mir ein gutes Buch half, den Tag wertschätzend abzuschliessen und gut zu schlafen. Jeden Abend beim Zähneputzen sammelte ich meine Gedanken und jeden Abend fielen mir mehr Kleinigkeiten auf, welche ich schon eine ganze Weile nicht mehr bemerkt hatte.

Diese Woche hat mir gezeigt, dass es sich wirklich lohnt, etwas achtsamer durch seinen Alltag zu gehen. Es brauchte so wenig Zeit und Aufwand, etwas oder jemandem achtsam wahrzunehmen und half mir, in einer stressigen Zeit trotzdem dankbar für meine Umwelt mit all ihren (un)wichtigen Kleinigkeiten zu sein.
Milch macht müde.

Für gewöhnlich trinke ich zum Frühstück ein Glas kalte Milch. Es ist ein Genuss, den ich schätze aber durch die Alltäglichkeit bis jetzt nie bewusst hinterfragt habe. Wie kommt also die Milch in mein Glas?

Das erste, was mir in den Sinn kommt: Ich gehe in den Laden mit dem grossen orangen M und kaufe mir eine Packung Milch, welche von jemandem in das Regal gestellt wurde und von ausgebildeten Detailhandelsangestellten an der Kasse an mich weiter gegeben wurde.

Doch der Weg beginnt erstmal bei der Kuh. Die Milchkuh lebt auf einem Bauernhof, welcher von Handwerkern gebaut und vom Landwirt/In betrieben wird. Der Bauer bringt die Milchkühe in den Melkstand, wo sich die Melkmaschinen, welche von Maschinenentwicklern geplant, von Maschinenbauern gebaut und vom Fachpersonal installiert wurde. Nachdem die Milchkühe gemolken wurden, wird die Milch von einem Tanklastwagen zur Molkerei gebracht. Der Lastwagen wird von einem ausgebildeten Lastwagenfahrer gefüllt und in der Molkerei entleert. Das Fahrzeug musste ebenfalls zuerst aus diversen Materialien gebaut werden. In der Molkerei angekommen, wird die Milch in Speichertanks (welche zuerst vo Ingenieuren und Technikern geplant und gebaut wurden) erhitzt, pasteurisiert und homogenisiert. Die Milch wird stichprobenartig von einem Labortechniker auf die Qualität untersucht.
Wenn die Milch „fertig ist“, wird sie abgekühlt und mithilfe von weiteren Maschinen in Tetrapacks abgefüllt. Diese Maschinen müssen von einem kompetenten Nahrungsmitteltechniker überprüft, gewartet und bedient werden. Damit die Milch eingepackt werden kann, muss zuerst der Tetrapack aus Kunststoff, Aluminium und Karton hergestellt und bedruckt werden. Die Tetrapacks werden abermals in einen Lastwagen geladen, zum Laden transportiert und dort entladen. Hier schliesst sich der Kreislauf.

All diese Prozesse benötigten natürlich Energie (ganze Aufrechterhaltung des Stromnetzes, Förderung und Erzeugung von Brennstoffen wie Benzin), Zeit und Planung…

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen an der Herstellung eines „banalen“ Produktes wie der Milch direkt oder indirekt beteiligt sind. Vielleicht sollte man den einfachen Dingen wie einem Glas Milch öfters Beachtung schenken, damit man den „Luxus“ des Gutes zu schätzen lernt.

Dienstag, 3. März 2009

Postautofahrt Goldach - St.Gallen

Gestern bin ich von Rorschach nach St.Gallen gefahren. Bei einer Kurve habe ich heruntergeschaut und das steile Tobel bemerkt. Im gleichen Moment ist ein Lastwagen von unten gekommen. Die Strasse war sehr eng und ich war (wieder einmal) gespannt wie sich die zwei Fahrzeuge kreuzen. Aber das Positive an der ganzen Sache war, dass ich überhaupt keine Aufregung verspürte. Ich bin die Strecke nämlich schon 100 vielleicht sogar 200 Mal gefahren und nie ist etwas passiert. Oft bewundere ich die Fahrkünste, die vollbracht werden müssen.
Auch dieses Mal meisterte der Postautoführer diese Situation wieder einmal mit Bravour.

In diesem Zusammenhang haben (wieder einmal) einige Menschen dazu beigetragen, dass ich gesund und pünktlich von A nach B gekommen bin: Herstellung des Fahrzeuges, der Postautoführer (- und der Lastwagenführer) alle Menschen, die bei der Ausbildung des Postautoführers (- und des Lastwagenführers) beteiligt waren, Strassenbauer oder auch die Erstellung der Fahrpläne. Nun möchte ich noch detaillierter auf die Herstellung des Fahrzeuges eingehen. Diesbezüglich habe ich mich im Internet (www.bmwgroup.com) schlau gemacht.
Folgend wird nun am Beispiel BMW schrittweise erklärt, wie ein Fahrzeug entsteht und indirekt welche Leute beteiligt sind:

1) Karosseriebau bedeutet ein schrittweises Zusammenfügen von mehreren hundert Einzelteilen aus Stahl und Aluminium unterschiedlicher Größe und Dicke zu einer Präzisionskarosserie. Dies geschieht durch verschiedene Fugetechniken, wie beispielsweise Kleben, Nieten, Verschrauben oder Schweißen.

2) Die Lackierung dient dem Schutz und der Werterhaltung des Automobils.

3) Montage: Nach dem Karosserierohbau und der Lackiererei bildet diese den dritten Abschnitt der so genannten Kernfertigung einer Automobilproduktion. Rund 20.000 Haus- und Kaufteile ergeben heute zum Beispiel ein Automobil der BMW 5er Baureihe.

4) Die richtigen Teile in der geforderten Qualität, in der benötigten Menge, zur rechten Zeit, am richtigen Ort bereitzuhalten, ist nur eine der Aufgabe die die Logistikspezialisten tagtäglich bewältigen.

All diese Menschen – also auch bereits schon die Hersteller - tragen durch ihre Fachkenntnisse mehr oder weniger zu einer Fahrt bei. Ich als Fahrgast leiste meinen Beitrag, indem ich die Fahrt bezahle. Dieses wieder trägt dazu bei, dass zum Beispiel der Postautoführer bezahlt werden kann.
In der Schweiz haben wir einen hohen Wohlstand und wäre etwas passiert, hätten dann in einer weiteren Vernetzung andere Menschen wie Ärzte, Familie oder Freunde mich wieder aufgepäppelt
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