Samstag, 28. Februar 2009
Vom Nichts zum SMS
Ich beginne bei der Herstellung des Mobiltelefons. Am Anfang müssen Maschinen, welche zur Herstellung des Handys beitragen, von Polymechanikern entwickelt werden. Gussformen zur Fabrikation der Hülle und weitere notwendigen Kleinteile werden bereitgestellt. Weiter benötigt es eine Unternehmung, welche diese Grundausstattung kauft und die finanziellen Mittel für die Produktion der Einzelteile zur Verfügung stellt. Dies wiederum benötigt erst Strom, welcher aus einer Energiequelle - auch die muss erst von Fachkräften geschaffen werden - durch ein aufgebautes Netz fliesst und schlussendlich von da bezogen werden kann. Natürlich dürfen die Arbeitskräfte der Produktionsunternehmung und des Energiekonzerns nicht fehlen, seien dies Angestellte, Büropersonal oder Wissenschaftler und Unternehmensführer. Techniker und Informatiker erhalten dann die Aufgabe das Innenleben eines Handys zu gestalten und das ganze zusammenzusetzen. Durch das Fachpersonal des Swisscomshops wird das Handy schlussendlich vertrieben. Damit ist es jedoch noch nicht getan. Nun kommt das ganze Telefonnetz zum Tragen. Handyantennen werden nach Ökotests und Einholen von Bewilligungen gleichmässig im Land aufgestellt.
Zusammengerechnet sind das einige hundert Personen, die zu meinem Wohlstand beitragen und das nur wegen einer SMS. Bedenkt man, was man sonst im Alltag noch alles benötigt, angefangen bei Küchengeräten, über Audioelektronik, Bürogeräte, Utensilien in Bad und Waschküche, jegliche Innenausstattung, zur Strom-/ Wasser- und Wärmeversorgung, Wer da alles dazu beiträgt, kann man sich gar nicht mehr vorstellen. Mich fasziniert vor allem der Gedanke, wie das alles zu Stande kam. Da sollten wir schon etwas dankbarer für unseren Wohlstand sein.
Freitag, 27. Februar 2009
Überschallflug und Fastenzeit
Nachdem die Concorde vor 5 Jahren ausgemustert wurde, gibt es nun mehrere Projekte, wieder ein Überschallflugzeug für die zivile Luftfahrt zu bauen.
Die Concorde war viel zu klein, zu laut und zu teuer. Die Ingenierue legen ein besonderes Augenmerk auf die beiden Schwachstellen „Lärm“ und „hoher Verbrauch“. Die USA arbeitet bereits an einem zwölfsitzigen Businessjet, der knapp unter der Schallgrenze fliegen kann und über dem Meer bis zu Mach 1,6 (=1900 Stundenkilometer) erreicht. Somit ist man doppelt so schnell über dem Meer. Die Betriebskosten sollen anscheinend mit denen herkömmlicher Privatjets vergleichbar sein. Es ist noch unklar, wie die Motoren betrieben werden sollen, ob mit Kerosin, oder Wasserstoffperoxyd oder Hydrazine. Doch entweder sind diese nur noch in begrenzten Mengen vorhanden, oder teuer und gefährlich.
Wieso es überhaupt notwenig ist ein solches Flugzeug zu bauen, und warum es immer noch gedankenlose Menschen gibt, die quer durch die Welt in einem Privatjet reisen, sei einfach einmal dahin gestellt. (Tagesanzeiger, Leben, 27.2.2009)
«Weil das Recht auf Nahrung ein gutes Klima braucht.»
Am Mittwoch hat wie jedes Jahr um die gleiche Zeit die 40-tägige Fastenzeit begonnen. Auch die katholische und evangelische Kirche haben sich dazu entschlossen, dieses Jahr die Fastenzeit zum Thema Klimawandel und Umweltschutz zu gestalten. Zahllose Aktionen begleiten die Menschen durch die Fastentage. Z.B. laden die Kirchgemeinden zusammen mit dem Energietal Toggenburg ein zum Vortrag „Energietal Toggenburg und Nahrung und Gerechtigkeit im Klimawandel“.
Ich finde es schön, wenn man jede Zeit nutzen kann, um den Klimawandel zu thematisieren. Und das der Erlös aus den Aktionen an die Organisation „Recht auf Nahrung“ geht.
Donnerstag, 26. Februar 2009
Die Regierung der Slowakei will grundsätzlich die Abhängigkeit von Energieimporten aus dem Ausland minimieren und auf eigene Energieproduktion umsteigen. Dabei ist ihnen die Nachhaltigkeit ein grosses Anliegen, weshalb sie neu Unternehmen, welche Solarenergie und andere erneuerbare Energien produzieren, kräftig unterstützen wollen. Für die finanzielle Unterstützung der Betriebsstätten von Solar-, Wind- und anderen Alternativenergien wird Bratislava zur Hälfte aufkommen. Dies Bedeutet eine grosse Chance für ausländische Energiekonzerne. Auch Schweizer Unternehmen können davon profitieren, welche besonders in der Branche der Solarenergie Know-how vermitteln.
Tagblatt online, Wirtschaft 25.2.09
Ökologische Dimension
Die Slowakei hat nun den ersten Schritt in Richtung Alternativenergien gemacht und trägt damit einen grossen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit der Energieproduktion bei. Wie sie die Solarenergie oder eventuelle andere Energien einsetzen möchten, ist aus dem Artikel nicht ersichtlich. Da die Gewinnung von Solarenergie bislang noch eher viel Raum einnimmt und sie auch nur in sonnenintensiven Ländern effizient gebraucht werden kann, denke ich, dass dieser Entscheid gut überlegt werden muss. Eine gute Verwendung der Solarenergie wäre sicherlich, wenn Haushalte oder Konzerne selbst mit Solarzellen ausgestattet würden. Dies wäre auch in der Schweiz umsetzbar. Als besonders positiv sehe ich die Bereitschaft der Regierung längerfristig auf andere Energien umzusteigen.
Ökonomische Dimension
Durch diesen Schritt der Slowakei, schafft sie sich selbst die Grundlage auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen. Ich gehe davon aus, dass ökologische Aspekte in Zukunft bei den Kunden viel mehr zum Kaufentscheid beitragen werden. Zur Zeit mag es für die Slowakei noch teurer sein, alternative Energie zu produzieren, in einigen Jahren aber, hat sich das ausgezahlt.
In der ökonomischen Dimension gilt es auch festzuhalten, dass die Slowakei künftig weniger abhängig von Öl- und Gaslieferungen aus dem Osten sein wird und sich dabei auf ein stabiles Energiepreisniveau einstellen kann.
Soziale Dimension
Schritte wie sie von der Slowakei unternommen werden, helfen auch dazu, dass in der Bevölkerung ein nachhaltiges Bewusstsein für grüne Energie sich durchsetzen wird. Die Volkswirtschaft wird von den Standortvorteilen, die für ausländische Konzerne geboten werden (Unabhängigkeit, Energiepreisstabilität,..) profitieren, indem mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.
Naturschönheit Schweiz
Schweiz Tourismus fördert das Bedürfnis nach nachhaltigem Tourismus und investiert dabei 33 Mio. Franken in eine Kampagne. Dabei wird der Nationalpark, sowie weitere durch das UNESCO Weltkulturerbe geschützte Landschaften in den Fokus gerückt.
Tagblatt online, Wirtschaft 24.2.09
Ökologische und ökonomisch Dimension
Der nachhaltige Tourismus wie er in der Schweiz gelebt wird, sorgt dafür, dass eine der Grundlagen für die Attraktivität der Feriendestination Scheiz, nämlich ihre wohlbehaltene Natur, nicht geschädigt wird. Würde die Schweiz einen Massentourismus anbieten wollen, würde sie an ihrem eigenen Ast sägen. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht. Durch die ökologischen Nebenwirkungen eines Massentourismus würden viele Naturschönheiten zerstört werden. Zum zweiten kann die wunderschöne Natur in der Schweiz nur in Verbindung mit Ruhe und Muse zu einem gelungenen Ferienerlebnis beitragen.
Nachhaltige Entwicklung in TV, Radio und Zeitungen
Sauber einheizen (vgl. Tagblatt Rorschach 23. Februar, S. 11)
Bei den erwähnten Tipps geht es um den richtigen Umgang mit Ressourcen. Werden sie nämlich richtig verwendet, führt dies zu einer Reduzierung von Schadstoffen. Diese sind Ursachen für die Umweltverschmutzung. Wird bei der Auswahl von Holz aus heimischen Wäldern geachtet (- also Holz aus der Schweiz), ist zudem sichergestellt, dass dieses nachhaltig bearbeitet wurde – Gegenteil Abrodung in vielen tropischen Wäldern...
Elektrizität vom Scheunendach (vgl. Tagblatt Rorschach 24. Februar, S. 29)
Die gegenwärtige Energienutzung beruht wesentlich auf dem Verbrauch fossiler Brennstoffe. Diese sind „knapp“ (– Wie lange noch?) vorhanden und führen zudem zu Umweltbelastungen. So gesehen wäre diese Art Energienutzung eine optimale Lösung bezüglich Umweltproblematik. Sie wäre nachhaltig und der Energieverbrauch wäre minimal. Anzumerken ist jedoch, dass die Produktion von Solarzellen viel Energie erfordert und sie zudem mit hohen Kosten verbunden ist. Es bleibt die Frage offen, ob diese Art Energieversorgung in der Zukunft marktführend sein wird.
Mittwoch, 25. Februar 2009
Nachhaltige Entwicklung in TV, Radio und Zeitungen
(Hauptausgaben der Tagesschau des SFDRS am 23.02.09 & 24.02.2009)
Ich habe mich für 2 Ausgaben der Hauptausgabe der Tagesschau des SFDRS entschieden. Es betrifft jeweils gut ein Drittel der Tagesschau und es sind mehr als 2 einzelne Beiträge. Durch die Aktualität des von mir gewählten Themas halte ich dies allerdings für gerechtfertigt. In der unten folgenden Beschreibung sind die einzelnen Titel der von mir behandelten Beiträge aufgeführt.
Beschreibung:
In der Hauptausgabe der Tagesschau des SFDRS vom Montag, dem 23. Februar 09 & Dienstag, dem 24. Februar 09 wurde eine Beitragsserie zur aktuellen Krise der UBS und der damit verbundenen Probleme für das Schweizer-Bankengeheimnis ausgesendet. „Steueroase Schweiz“, „UBS-Aktie für 10-Stutz!“, „Widmer-Schlumpf in die USA“, „Marcel Rohner im D’sischtig-Club“, „Strafanzeige gegen die UBS“, „Die Meinung der Schweizer Parteien zum Fall UBS“ und „Österreich stärkt dem Bankgeheimnis den Rücken!“ sind die Titel der einzelnen Beiträge die SF ausgestrahlt hat. In all diesen Beiträgen geht es um die Folgen auf das Bankgeheimnis und somit auch um die Folgen für den Finanzmarktplatz Schweiz nach der Herausgabe einzelner Kundendaten der UBS an die Regierung der USA. Sowie um den Fall der UBS-Aktie und des Geldabflusses sowie Imageverlust der Schweizer Grossbank.
Die 3 Dimensionen der Nachhaltigkeit:
Ökonomie
Betrachtet man nun diese Beitragsserie aus sicht der 3 Dimensionen der Nachhaltigkeit ist schnell klar, dass es sich sicherlich um die ökonomische Dimension handelt. Dies weil die schlechten Meldungen betreffend der UBS einen direkten Geldabfluss bei der UBS zur Folge hat und somit der Finanzmarktplatz Schweiz sicherlich nicht gestärkt wird. Für die Schweiz hat dies Steuereinbussen zur Folge und sofern das Bankgeheimnis fallen sollte, würden viele weitere negative Auswirkungen für die Schweizer Banken, und natürlich auf die Schweizer Wirtschaft zukommen.
Ökologie
Aus ökologischer Sich ist es schwieriger diese Beitragsauwahl auszuwerten. Die Finanzen haben meiner Meinung nach keinen direkten Einfluss auf die Ökologie.
Soziales
Aus sicht der sozialen Nachhaltigkeit ist zu erwähnen, dass in der Schweiz das Bankengeheimnis für viele Leute mehr als nur ein Instrument für die Attraktivität des Finanzmarktplatzes ist. Viele Leute sind stolz auf das Bankengeheimnis und es geht bei der ev. Auflösung desselbigen darum, dass ein Stück Schweizernationalstolz genommen werden würde. Als weiterer Aspekt kann darüber spekuliert werden, ob durch die Auflösung des Bankgeheimnisses und die dadurch folgende Schädigung der UBS schlussendlich Arbeitskräfte entlassen werden müssen. Dies wäre sicherlich auch keine positive Entwicklung für die Nachhaltigkeit der sozialen Aspekte in der Schweiz.
Donnerstag, 19. Februar 2009
Der ökologische Fussabdruck & Co2 Verbrauch
Als ich das Ergebnis aus dem ökologischen Fussabdruck sah, habe ich mich zuerst gefreut, dass ich mit 2,4 Planeten unter dem Durchschnitt liege. Beim zweiten Gedanken wurde mir klar, was 2,4 Planeten überhaupt bedeuten! Ich habe mir überlegt, wie ich auf einen niedrigeren Durchschnitt kommen könnte.
Mein Co2 – Verbrauch liegt bei 9,3t und damit immer noch unter dem Durchschnitt von Österreich. Im Moment kann ich damit zufrieden sein, möchte aber in der Zukunft nach Möglichkeiten einiges ändern. Mit einer eigenen Wohnung und der Möglichkeit die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, könnte ich auf einen CO2 Verbrauch von 6,3t kommen.
Wie unterscheiden sie die Befragungen und die Resultate?
Der ökologische Fussabdruck ist eher eine oberflächlich gehaltene Befragung. Sie liessen mir persönlich auch zu wenig Raum, die Fragen genau zu beantworten. Da oft nur die Antworten „ja“ und „nein“ zur Verfügung standen, könnte es sein, dass das Ergebnis nicht genau der Realität entspricht.
Die zweite Befragung fand ich allerdings sehr viel genauer, aber auch viel schwieriger zu beantworten. Sehr oft wusste ich nicht, wie viele Kilometer ich z.B. mit dem Auto zurücklege, welche Art von Haushaltsgeräte wir besitzen etc.
Bei beiden finde ich es toll, dass zum Ergebnis auch noch Vorschläge für die Verbesserung der Situation gegeben werden. So kann man sich auch genaue Gedanken machen und schwebt nicht einfach mit dem guten Vorsatz in der Luft.
In welchen Bereichen könnte ich mich verbessern?
Da ich noch zu Hause wohne und wir auch nicht die finanziellen Mittel haben unser Haus komplett zu überholen, muss ich bei kleinen Dingen anfangen. Ich sehe kein Problem, meinen Wasserverbrauch zu senken und in der Woche so 15min weniger lang zu duschen. Ich werde mich auf jeden Fall dafür einsetzen, dass unsere Fenster abgedichtet werden, damit wir weniger heizen müssen. Auch können wir ohne Probleme die Heizung um 2 Grad herunter stellen und dafür Finken und warme Pullover anziehen. Alle diese Punke stellen keine Einschränkung der Lebensqualität dar.Bei meiner eigenen Wohnung achte ich auf alternative Energiequellen wie Solarenergie, Erdwärmepumpen etc. Auch sollte die Wohnung gut isoliert sein, damit weniger geheizt werden muss.
Auswertung zweier Fragebogen
Im Footprint-Fragebogen habe ich das Resultat von 2,2 Planeten erreicht. Im ersten Moment ist man stolz und auch erleichtert, dass es deutlich unter dem Durchschnitt von 2.9 Planeten liegt. Trotzdem ist es ein hartes Ergebnis, da wir schliesslich „nur“ einen Planeten haben.
Im CO2-Rechner habe ich einen Wert von 10.6 t CO2 erreicht. Dies liegt ebenfalls unter dem Durchschnitt von z.B. Österreich (11.4 t). Daneben ist auch der erschreckende Wert der USA sichtbar (24,3 t!).
Wie unterscheiden sich die Resultate der beiden Befragungen, wie die Befragungen selbst?
Die Auswertung der beiden Tests geschehen anders. Während beim Footprint-Test das Ergebnis/ der Verbrauch in Planeten angegeben wird, wird beim CO2-Rechner konkret aufgezeigt, welche Menge an CO2 durch meinen Lebensstil ausgestossen wird.
Die Befragungen unterscheiden sich schon stark durch das Layout. Der Footprint-Test ist einfach zu bedienen und gibt am Schluss den schönen Vorschlag, welches Geschenk ich der Erde machen könnte. Der CO2-Rechner ist etwas anspruchsvoller auszufüllen. Er gibt am Schluss eine klare Übersicht, wo ich wie viel Energie einsparen könnte.
Wo liegen meine Verbesserungspotenziale? Was ist meine Einschätzung dazu?
Laut dem Rechner sollte ich auf Öko-Strom, Solarenergie (Wassererwärmung), Biomasse-Heizung umsteigen. Da ich aber in einem Wohnblock lebe, ist es nicht möglich, etwas an diesen Punkten zu verändern. Was ich jedoch vermehrt beachten kann und werde ist, dass ich meine elektronischen Geräte ganz abschalte und bei der Beleuchtung meiner Wohnung überall auf Energiesparlampen umsteige. Laut CO2-Rechner könnte ich, wenn ich alles umsetzen könnte/würde, mein Ergebnis auf 4.5 t reduzieren.
Mittwoch, 18. Februar 2009
Antworten auf zwei Quiz
Was sind meine Resultate aus den beiden Befragungen und wie beurteile ich sie?
Bei der ersten Befragung sah das Ergebnis für mich erstmals etwas erschreckend aus. 2.4 Planeten bräuchte es, wenn jeder Mensch auf der Erde den gleichen Verbrauch hätte wie ich. Mit diesem Ergebnis liege ich jedoch gleichzeitig unter dem Durchschnitt der schweizerischen Bevölkerung mit 2.9 Planeten. Somit beurteile ich das Ergebnis als befriedigend und gleichzeitig als erschreckend. Mein CO2-Verbrauch liegt bei der zweiten Befragung bei 12,8 t. Im Vergleich zu Deutschland mit 12,1 liege ich damit etwas höher. Dieses Ergebnis beurteile ich als viel zu hoch.
Wie unterscheiden sich die Resultate der beiden Befragungen, wie die Befragungen selbst?
Die erste Befragung („Planeten-Ergebnis“) war im Vergleich zur zweiten Befragung eher ungenau. Einzelne Fragen konnte man beispielsweise nur mit ja oder nein beantworten, obwohl für mich teilweise beides nicht zutraf. Bei der zweiten Befragung mussten genaue Angaben machen, was beispielsweise das Verkehrsmittel betraf. Ich empfand sie als herausfordernder und anspruchsvoller. Auch das Resultat war differenzierter und gab zu jedem Bereich ein Detail-Ergebnis. Mit den Zahlen habe ich mich nicht gross auseinandergesetzt, weil ich nicht viel damit anfangen kann. Positiv finde ich jedoch, dass genau aufgelistet wird, wo ich Massnahmen ergreifen sollte. Die Resultate und somit auch das Feedback der ersten Befragung wurden in Form von einzelnen Vorschlägen gemacht, die man annehmen oder ablehnen konnte. Diese Art empfand ich motivierender, da man nicht mit Informationen überhäuft wurde und der Gedanke beinhaltet war: "Ein Geschenk an die Erde".
Wo liegen meine Verbesserungspotenziale? Was ist meine Einschätzung dazu?
Vor allem was den Wasserverbrauch und die Auswahl von Produkten betrifft sehe ich im Moment am meisten Verbesserungspotenziale. Diese sind für mich im Alltag leicht umzusetzen. Beim Wasserverbrauch könnte ich beispielsweise mehr darauf achten während dem shampoonieren das Wasser abzuschalten. Dann bei der Auswahl von Früchten weitgehender auf saisonale Produkte umsteigen. Weitere andere Tipps scheinen mir persönlich jedoch schwer umsetzbar wie beispielsweise: Warmwasser mit Solarenergie. Zwei Faktoren spielen diesbezüglich eine grosse Rolle: Zeit und Geld fehlen...
Der ökologische Fussabdruck
Beide Befragungen messen den Energieverbrauch und zeigen diesen auf eine anschauliche Art auf. In der Differenzierung und Qualität der Fragen gibt es jedoch grosse Unterschiede. So hatte ich beim Fragebogen des Footprint eher das Gefühl, ein oberflächliches und undifferenziertes Resultat zu erhalten, da die Fragen mit zu wenigen Antwortmöglichkeiten ausgestattet waren oder teilweise wichtige Fragen gar nicht gestellt wurden. Zusätzlich fiel es mir schwer, das Resultat richtig zu deuten, um auch konkrete Verbesserungsmassnahmen zu treffen. Im Vergleich dazu, bringt der CO2-Rechner der Umweltbildung sogar mögliche Verbesserungsvorschläge hervor und erfasst die individuellen Werte der 3 Bereiche Mobilität, Ernährungsgewohnheit und Wohnlichkeiten. So weiss ich nun, in welchen Bereichen es wichtig wäre Massnahmen zu treffen und wie diese aussehen könnten.
In Zukunft wird für mich wichtig sein, ein effizientes und energiesparsames Auto zu kaufen, da ich kaum auf den Gebrauch des Autos verzichten kann. Für weitere Strecken, nehme ich heute schon den öffentlichen Verkehr.
Ich möchte, falls möglich, beim Auswählen einer eigenen Wohnung darauf achten, dass diese gut isoliert ist und dadurch geringe Heizkosten verursacht oder eventuell sogar über die Nutzung von Ökostrom verfügt. Sollte ich einmal selbst ein Haus bauen, wäre für mich der ökologische sowie ökonomische Energieverbrauch ein wichtiger Grundsatz. Im Moment kann ich in dieser Hinsicht jedoch nichts ändern.
Ebenso werde ich gut darauf schauen, welche Haushaltsgross- und Kleingeräte ich wähle und dass diese auch effizient genutzt werden, wie z.B. nur waschen, wenn die Maschine gefüllt werden kann. Auf Energiesparlampen und vermehrte Bio- oder Saisonprodukte möchte ich gleich umsteigen. Das Recyceln von Material liegt mir jetzt schon am Herzen und werde ich so weiterführen.
Grundsätzlich denke ich, dass es für jeden wertvoll wäre, seinen Energieverbrauch berechnen zu lassen, um seinen Lebensstil entsprechend anzupassen. Viele dieser Verbesserungen hängen jedoch stark von der finanziellen Lage einer Person ab und sind daher kurzfristig schwer zu realisieren.