Donnerstag, 12. März 2009

Wie achtsam nehme ich meine Umwelt war?

Als ich den Impuls der Woche las, erinnerte ich mich an ein Erlebnis, welches ich nie vergessen werde und mir heute noch ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Zwei Verliebte reisten im Zug Richtung Hamburg, als das Mädchen plötzlich während der Fahrt einen Marienkäfer entdeckte. Da man die Fenster nicht öffnen konnte, hielten die zwei den Käfer abwechslungsweise so lange auf der Hand, bis sie ausstiegen und ihn auf der nächsten Wiese in die Freiheit entlassen konnten. Auch durch die Liebe nimmt man das Leben achtsamer war.

Meinen Post-it Zettel „Achtsam wahrnehmen, achtsam leben!“ klebte ich an den Spiegel meines Badezimmerkästchens. So konnte ich den Leitspruch jeden Morgen beim ersten Blick in den Spiegel lesen und mich an das Vornehmen erinnern. Auch vom WC aus hatte ich gute Sicht auf den Zettel.

In dieser Zeit achtete ich viel stärker auf die Natur und darauf, wie sich meine Handlungen auf sie auswirken würden. Ich entstaubte beispielsweise mein Fahrrad und benutzte es seit längerem wieder einmal. Zusätzlich versuchte ich auch, auf meine Bedürfnisse zu achten und diese wahrzunehmen, was ich jedoch nicht immer erreichte. Der Grund dafür liegt beim zunehmenden Druck in Richtung Abgabetermin der Bachelorarbeit. Dies ist auch der Grund weshalb es mir in einigen Situationen schwer viel, achtsam mit meinen Mitmenschen umzugehen. Durch meine Stressgefühle reagierte ich manchmal anders, als ich hätte tun sollen oder tun wollen. Trotzdem nehme ich meine Mitmenschen doch achtsam wahr.

Während dieser Woche habe ich bemerkt, dass es nicht immer so einfach ist, achtsam zu leben und man sich manchmal an der Nase nehmen muss. Grundsätzlich denke ich, dass die Notiz für diese Woche Wirkung zeigte. Durch das wiederholte Lesen, wird man sich der Achtsamkeit immer mehr bewusst und achtet deshalb auch stärker darauf – eine kleine Manipulation des Gehirns! Um dieses Bewusstsein längerfristig zu erhalten, glaube ich jedoch, dass das Aufhängen eines kleinen Zettels nicht ausreicht, da man Vorhaben viel zu schnell vergisst.

2 Kommentare:

  1. Liebe Angela

    Als ich deinen Beitrag zum Thema Achtsamkeit gelesen habe, gab es einige Stellen, die mir aus der Seele sprachen. Wie sollte man bei diesem Druck noch Achtsamkeit üben? Doch der Zettel (meiner klebte auch im Badezimmer) war eine gute Erinnerungsstütze.

    Du hast mich überzeugt, ebenfalls wieder einmal mein Velo in Betrieb zu nehmen =)

    Ausserdem finde ich deine Aussage, dass man sich ab und zu an der Nase nehmen und dran bleiben muss total zutreffend. Ich habe in meinen Ausführungen noch nicht über idesen Tellerrand hinaus gesehen und hoffe, dass ich meine Achtsamkeit nicht mehr so schnell aus den Augen verliere.

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  2. Das Benutzen des Velos hatte für mich noch ein schmerzliches Ende. In dieser Nacht fiel mir beim Velo fahren mein Handy aus der Hosentasche. Da ich das Velo schon lange nicht mehr gebraucht hatte, realisierte ich auch nicht, dass mein Handy durch die Bewegungen verloren gehen könnte. Einige Stunden später bemerkte ich dann den Verlust und verbrachte die regnerische, dunkle Nacht draussen mit Suchen, bis ich platschnass und erfolglos zu Hause ankam. Der Zufall wollte es, dass es am nächsten Morgen schneite und ich in aller Frühe entschied, besser mein Handy vor dem Ansetzen des Schnees nochmals zu Fuss zu suchen. Schliesslich fand ich es dann - durchnässt, überfahren und teils zertrümmert.

    Hätte ich das Auto genommen, hätte ich mein Handy darin wieder gefunden oder erst gar nicht verloren. Ich frage mich, ob das wirklich eine tolle Idee war, mein Bike hervor zu nehmen...

    Nun lerne ich das Leben ohne Handy wieder kennen, da ich für das gleiche dreimal soviel bezahlen müsste. Seit Jahren benutzte ich wieder mal eine Telefonkabine und habe jederzeit eine gute Ausrede, wenn ich mich nicht gleich melde. Ich dachte eigentlich, dass es schwieriger wäre, ohne das Gerät zu leben, doch man gewöhnt sich daran und mittlerweile geniesse ich die Ruhe um mich herum.

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