Diese Woche war etwas entspannter als die vorhergehenden Wochen. Ich hatte endlich Zeit, etwas zur Ruhe zu kommen. Die Bachelorarbeit ist, zumind. im Groben, fertig und ich konnte mir einen Nachmittag in der Natur mit guten Gewissen gönnen! Mit meinem Pferd bin ich nach Montlingen ins Naturschutzgebiet geritten und habe mich auf eine Bank gesetzt. Schon auf dem Ritt dorthin ist mir aufgefallen, dass die Vögel wieder singen und überraschend viele Mücken in der Luft herumschwirren. In den Windschutzstreifen hat es schon leicht gelbe Haselnussträucher. Als ich dann so da sass und über die Schilflandschaft schaute, bemerkte ich den Frühling, der überall erwacht ist. Auf der Seite der Holzbank sah ich die ersten Schneeglöckchen und Krokusse und bei der Trauerweide weiter vorne konnte ich bereits die ersten Knospen sehen. Das ganze Bild war so friedlich und ruhig. Selbst mein Pferd wurde sofort ruhig und fing an zu fressen. Ich vergass sogar für eine Weile die Zeit und meine Arbeiten.
Bevor ich wieder gehen wollte, erinnerte ich mich an den eigentlichen Auftrag und liess meinen Blick etwas genauer durch die Gegend schweifen. Und promt sah ich im Windschutzstreifen einen blauen Plastiksack liegen. Auf dem Heimweg fiel mir noch mehr Abfall auf. Doch das war nicht alles. Das Naturschutzgebiet ist im Vergleich zum ganzen Riet sehr klein und nicht einmal mit den ökologischen Ausgleichsflächen der Bauern verbunden. Dies bedeutet für die Tiere immer ein Überqueren der Strassen und Felder. Es wäre so einfach, aus diesem bisschen Naturschutz, ein grösseres Gebiet zu erschliessen, aber niemand denkt soweit.
Als ich zu Hause ankam fühlte ich mich trotzdem entspannt, aber auch ein bisschen verärgert über die Gedankenlosigkeit der Menschen.
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Liebe Yasmina
AntwortenLöschenIch habe deinen Blog mit viel Interesse gelesen. Nach deinen bildhaften Erzähungen, konnte ich mir die (altvertraute) Landschaft bildlich gut vorstellen. Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie der Frühling in der Natur an jedem Blümchen, jeder Knospe und sogar dem Duft in der Luft bemerkbar ist.
Leider wird noch viel zu viel Abfall gewissenslos in die Natur geworfen, wo er sich über Jahre hinweg nicht abbaut und teilweise auch die Tiere gefährdet. Es ist daher klar ersichtlich, dass viele Menschen keine nachhaltigen Gedanken an die Natur verschwenden. Ich sehe hier unseren Handlungsbedarf als Lehrpersonen, um zumindest unseren Kinder ein nachhaltiges Umgehen mit der Natur ans Herz legen...
lg Angela
Liebe Yasmina,
AntwortenLöschenDas Erleben der Natur mit allen Sinnen ist immer viel schöner, als wenn man nur davon liest. Deine Beschreibungen über die Natur konnte ich gedanklich jedoch gut mitverfolgen. Ich habe beispielsweise die Vögel in den Ohren ‚gehört’, weil ich selber fast täglich dem Vogelgezwitscher begegne. Selbst erlebte Erfahrungen führen dazu, dass man solche Gedankenzüge wie du beschrieben hast viel besser fühlt und versteht. Deshalb sehe ich auch die Aufgabe der Lehrpersonen Oasen für solche Ausflüge in die Natur zu schaffen. Vor allem bei Themen wie Wald oder Wasser ist meines Erachtens ein Ausflug nötig. So ist eher sichergestellt, dass das Kind mit Kopf, Herz und Hand dabei ist.
Liebs Grüessli,
Patricia
Liebe Yasmina
AntwortenLöschenIch habe mich diese Woche auch draussen in die Natur gesetzt, weil die Sonne so schön schien. Ich finde du hast die Natur sehr gut beschrieben, so dass man sich gleich an diesen Ort versetzt fühlt, wenn man es liest. Vor allem jetzt wo der Frühling wieder vor der Türe steht, nimmt man die Schönheiten der Natur, wieder viel mehr wahr. Die ganze Natur in ihrer schönen Farbenpracht. Ich denke, dass die Menschen noch viel mehr Sorge tragen müssen zur Natur, damit sie uns in ihrer Schönheit bestehen bleibt.
glg Beatrice